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Neues europäisches Exzellenzzentrum für Quantenchemie

Zur Vorbereitung auf kommende Exascale-Systeme finanziert die Europäische Kommission Exzellenzzentren (CoE) für verschiedene Anwendungsbereiche. Zu den numerischen Methoden, die hinsichtlich ihrer Skalierbarkeit auf extrem parallelen Supercomputern besonders vielversprechend sind, gehören die Quantum Monte Carlo (QMC)-Methoden. Mit Hilfe fortschrittlicher und systematisch verbesserungsfähiger stochastischer Methoden kann eine originalgetreue Simulation vollständig konsistenter quantenmechanischer Elektronenprobleme realisiert werden. Das neue CoE TREX (Targeting Real Chemical Accuracy at the Exascale) bringt sowohl Fachwissenschaftler, die in Europa international anerkannte QMC-Codes entwickelt haben, als auch HPC-Experten zusammen. Ziel ist es, diese Anwendungen für die kommenden Pre-Exascale- und Exascale-Systeme in Europa zu ermöglichen.

Ein Schwerpunkt wird die Portierung dieser Codes auf Rechenbeschleuniger, d.h. verschiedene Typen von GPUs, sein. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Implementierung einer gemeinsamen Bibliothek für QMC, genannt QMCkl. Diese Bibliothek wird hoch optimierte Implementierungen numerischer Aufgaben für verschiedene Supercomputer-Architekturen bereitstellen, die für verschiedene QMC-Anwendungen genutzt werden können. Diese neue Software und ihre Integration in ein Service-Framework werden dazu beitragen, die Barriere zwischen fortschrittlichen numerischen Simulationen und wissenschaftlichen und industriellen Anwendungen zu verringern.

TREX bringt Partner aus 7 verschiedenen Ländern zusammen und wird von der Universität Twente in den Niederlanden koordiniert. Das Projekt beginnt am 1. Oktober 2020 und hat eine Laufzeit von 3 Jahren. Weitere Informationen sind unter https://trex-coe.eu/ zu finden.

Ansprechpartner: Prof. Dirk Pleiter, d.pleiter@fz-juelich.de

aus JSC News No. 275, 25. September 2020