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Neues Projekt KI:STE − KI-Strategie für Erdsystemdaten

Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) erleben derzeit eine rasante Entwicklung und werden auch im Zusammenhang mit Umweltdaten immer häufiger eingesetzt. Allerdings erfolgt dieser Einsatz häufig im Rahmen von Insellösungen. Der systematische Einsatz moderner KI-Methoden ist in den Umwelt- und Erdsystemwissenschaften noch nicht etabliert. Insbesondere besteht für Forscher oft eine Diskrepanz zwischen den Anforderungen an eine solide und fachlich fundierte Umweltdatenanalyse und der Anwendbarkeit moderner KI-Methoden wie z.B. dem Deep Learning.

Das Projekt KI:STE (KI-Strategie für Erdsystemdaten) schließt diese Lücke mit einer ausgefeilten Strategie, die die Entwicklung vielfältiger KI-Anwendungen zu verschiedenen gesellschaftlich relevanten Aspekten der Umwelt- und Erdsystemforschung mit einem starken Trainings- und Netzwerkkonzept verbindet. Sie schafft die technischen Voraussetzungen, um leistungsfähige KI-Anwendungen auf Umweltdaten für zukünftige Nutzer portabel zu machen und die Umwelt-KI als Schlüsseltechnologie zu etablieren.

KI:STE wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Das Projekt beginnt am 1. November 2020 und bietet die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Universität Köln, der Universität Bonn, der RWTH Aachen, der Ambrosys GmbH, der 52°North GmbH und dem Institut für Bio- und Geowissenschaften - Agrosphäre (IBG-3) eine KI-Plattform zu entwickeln und eine geowissenschaftliche Datenbank aufzubauen. JSC ist der Koordinator des Projekts und wird an der Entwicklung eines skalierbaren maschinellen Lernworkflows arbeiten, der sich an der KI-Plattform orientiert. Weitere Informationen finden Sie unter https://kiste-project.de/.

Ansprechpartnerin: Dr. Scarlet Stadtler, s.stadtler@fz-juelich.de

aus JSC News No. 276, 31. Oktober 2020