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Projekt RISC2: EU und Lateinamerika koordinieren HPC-Forschung

Überall auf der Welt sehen wir, dass intensive Investitionen in HPC unerlässlich sind, um auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu sein. In diesem Zusammenhang ist die Koordination und gemeinsame Nutzung von Kapazitäten zwischen den Partnerregionen entscheidend. Das EU-Projekt RISC2 wurde am 1. Januar 2021 als Netzwerk ins Leben gerufen, um die Koordination der High-Performance-Computing-Forschung zwischen Europa und Lateinamerika zu unterstützen und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen ihren Forschungs- und Industriegemeinschaften bei HPC-Anwendungen und dem Einsatz von Infrastrukturen zu fördern. Das Projekt bringt acht wichtige europäische HPC-Akteure (darunter Atos, BSC, CINECA, INRIA und JSC) und die wichtigsten HPC-Akteure aus Brasilien, Mexiko, Argentinien, Kolumbien, Uruguay, Costa Rica und Chile zusammen. Es ist für einen Zeitraum von zwei Jahren geplant.

RISC2 wird den Austausch von Best Practices durch Treffen, Workshops und Schulungen fördern, die zeitgleich mit wichtigen HPC-Veranstaltungen in Europa und Lateinamerika organisiert werden. Das wichtigste Projektergebnis wird eine Kooperations-Roadmap sein, die sich an politische Entscheidungsträger, die wissenschaftliche Gemeinschaft und die Industrie richtet. Die Roadmap wird die wichtigsten Anwendungsbereiche, HPC-Infrastrukturen und politischen Anforderungen identifizieren und Wege aufzeigen, wie die während des Projekts etablierten Aktivitäten eine nachhaltige Wirkung entfalten können. Die im Rahmen des Projekts durchgeführten Schulungen werden dem lateinamerikanischen HPC einen Schub geben, während die strukturierte Interaktion zwischen Forschern und politischen Entscheidungsträgern in beiden Regionen die Verbindungen stärken und dazu beitragen wird, eine koordinierte Politik und eine klare Roadmap für die Zukunft zu definieren.

Innerhalb des RISC2-Projekts wird das JSC das Arbeitspaket "Workshops, Training und Veranstaltungen" koordinieren. Die primären Ziele dieses Arbeitspakets sind der Austausch von Best Practices, die Organisation von Veranstaltungen, die das Bewusstsein schärfen und die Vernetzung und den Aufbau von Kapazitäten ermöglichen, sowie die Anregung des öffentlichen/privaten interregionalen und biregionalen Dialogs über die Nutzung von HPC durch einen aktiven und konstanten Kommunikationsfluss zwischen Europa und Lateinamerika.

Ansprechpartner: Dr. Bernd Mohr, b.mohr@fz-juelich.de

Aus JSC News No. 278, 30. Januar 2021