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Europäische Forschungsinfrastrukturen als Schlüsselressource für die fünf Missionen von Horizon Europe

12. August 2020

Außergewöhnliche Ziele wie die von Horizon Europe erfordern außergewöhnliche Lösungsansätze. Die weltweit führenden analytischen Forschungsinfrastrukturen in Europa (Analytical Research Infrastructures of Europe – ARIEs) gehören zu den wichtigsten Einrichtungen, an denen danach gesucht werden kann. Im Juli veröffentlichten diese ein gemeinsames Positionspapier. Es setzt auf gemeinsame und sich ergänzende Vorgehen, die dabei helfen, die gesellschaftlichen Herausforderungen aus dem Horizon-Europe-Programm zu bewältigen.

ARIEsDie ARIEs organisieren sich in sieben thematischen Netzwerken, darunter DREAM für die Elektronenmikroskopie und LENS für die Neutronenforschung.
Copyright: Purple Lobster Creations, Mahir Dzambegovic (PSI)

Die ARIEs sind Zentren wissenschaftlicher und technologischer Exzellenz, die Dienstleistungen, Daten und Know-how für eine wachsende und vielfältige Nutzergemeinschaft von mehr als 40.000 Forschern im akademischen und industriellen Bereich bereitstellen. Und das über unterschiedliche Fachrichtungen hinweg: Naturwissenschaft, Energie, Technik, Umwelt und Geowissenschaft, sowie Medizin, Gesundheit, Ernährung und Kulturerbe.

Zu den ARIEs gehören Neutronenquellen, darunter die Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz und das Institut Laue-Langevin, an denen das Jülich Centre for Neutron Science die meisten seiner Neutronenstreuinstrumente betreibt, und Einrichtungen für fortgeschrittene Elektronenmikroskopie, wie das Ernst Ruska-Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen in Jülich. Weitere ARIEs betreiben leistungsstarke Photonenquellen, wie Synchrotrons, Lasersysteme und Freie-Elektronen-Laser sowie Quellen für Ionen und andere Teilchenstrahlen und Einrichtungen für hohe Magnetfelder.

“Die Analytischen Forschungsinfrastrukturen Europas bieten einzigartige Einblicke in die Funktionsweise der Welt um uns herum”, sagt Caterina Biscari, Vorsitzende von LEAPS und Direktorin des ALBA Synchrotron in Spanien. “Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht, die Leistungen dieser Infrastrukturen gemeinsam zu nutzen, um die Spitzenforschung und -entwicklung voranzutreiben, die für die fünf Missionen von Horizon Europe erforderlich sind. Nirgendwo sonst auf der Welt ist dies so gut möglich.“

„Einblicke in Materialien und lebende Materie, die die kollektiven Instrumente der ARIEs ermöglichen, untermauern die fortgeschrittene Forschung, die für den Erfolg der Missionen von Horizon Europe notwendig ist“, betont Helmut Schober, Vorsitzender von LENS und Direktor des Institut Laue-Langevin in Frankreich. ”Die ARIEs bieten der wissenschaftlichen Nutzergemeinschaft freien Zugang auf Grundlage wissenschaftlicher Exzellenz und offener Daten. Auch der Zugang zu den ARIEs wird einfacher, demokratischer und weniger reiseintensiv gestaltet. Andererseits prüfen wir auch die Möglichkeit, einen “wettbewerbsorientierten” Zugang anzubieten, um die wissenschaftlichen Ergebnisse für gesellschaftlich relevante Themen zu beschleunigen.“

Um die Missionen zu bewältigen, werden die transversalen Plattformen der ARIEs untereinander und mit den Missionsverantwortlichen so eng wie noch nie zusammenarbeiten. Dazu gehört auch der Aufbau offener Netzwerke für den Wissensaustausch, um den Zugang zu koordinieren, Proben vorzubereiten und Probenumgebungen zu schaffen, wie sie für Experimente unter realen Bedingungen benötigt werden; dafür wird die neue European Open Science Cloud genutzt.

„Im Zuge der Horizon Europe-Missionen gibt es die einmalige Gelegenheit, die analytischen Techniken, Fähigkeiten und das Know-how der ARIEs in großem Maßstab einzusetzen und auf die individuellen Forschungsbedürfnisse der Missionen auszurichten,“ schlussfolgert die Koordinatorin der ARIE Arbeitsgruppe, Mirjam van Daalen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des LEAPS Koordinierungsgremiums und Stabschefin der Photon Science Division am Paul Scherrer Institut in der Schweiz. “Dank Europas Struktur und der Bequemlichkeit multidisziplinärer, grenzüberschreitender Partnerschaften können vielfältige und sich ergänzende Analysetechniken der ARIEs in Abstimmung mit den Spezialisten der Horizon Europe Mission zusammengeführt werden. Auf diese Weise kann der einzigartige Nutzen der ARIEs den Missionen hinzugefügt werden, was die Forschung beschleunigt und Lösungen für die Bürger Europas vorantreibt.“

Weitere Informationen:

Gemeinsames Positionspapier der ARIEs

Ernst Ruska-Centrum

Jülich Centre for Neutron Science

Heinz Maier-Leibnitz Zentrum

Institut Laue-Langevin



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