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'JuGirls - MINT für Mädchen', diesmal zum Thema 'Material'

MINT für Mädchen

Einmal eintauchen in die Welt der Wissenschaft– für 14 Schülerinnen war dies während des dreitägigen Programms „JuGirls“ möglich.
Dass MINT nicht nur eine schöne Farbe ist, sondern auch Spaß macht, haben die Mädchen an den drei Tagen hautnah erfahren.

Das Angebot zur Nachwuchsförderung von Mädchen im MINT-Bereich fand an drei Tagen in den Herbstferien statt. Die Schülerinnen aus der 7. und 8. Klasse experimentierten in Laboren und Werkstätten des FZJ und in der zentralen Berufsausbildung. Diesmal drehte sich alles um das Thema 'Material' - vom CAD-Design für ein eigenes Windlicht zum Mitnehmen, über Eigenschaften von Metallen, Inonennachweis und Löslichkeitsversuchen von verschiedenen 3D-Kunststoffen bis hin zu Mikrofluidik und 'bioprinting'.

JuGirls


Mit dem professionellen CAD-Programm Inventor designten alle Mädchen in der zentralen Berufsausbildung (P-Z) zunächst einen kleinen Würfel und danach ein Windlicht mit Sternmuster und lernten so, wie man mit der Software Extrusionen und Rotationen durchführt. Highlight war die 3D-Maus, um das Designobjekt von allen Seiten zu betrachten.

Im JuLab wurden die fertigen Designs dann in der selbst gewählten Wunschfarbe vom 3D-Drucker gedruckt.

JuGirls

Im Modul Mechanik konnten die Mädchen bei P-Z mit verschiedenen Methoden Metalle testen und ihre Material-Eigenschaften vergleichen, und mit der professionellen Standborhrmaschine ein eigenes Werkstück herstellen. Es wurde gekörnt, gebohrt und gehämmert und gebogen sodass am Ende jedes Mädchen ihre eigene Minivase aus einem Alublock mit Reagenzglas mit nach Hause nehmen konnte, mit individuell eingestanztem Namen.

Im Modul Chemie konnten die Schülerinnen einmal erleben, wie es ist, in einem Chemie-Labor zu arbeiten. Sie lernten verschiedene Laborgeräte kennen, bestimmten Ionen und unbekannte Stoffgemische und lernten, mit Waage, Messzylinder und Pipette umzugehen. Hier wurden auch Lösungsversuche in verschiedenen Lösungsmitteln mit den kleinen Würfeln aus dem 3D-Drucker durchgeführt. Deutlich waren die Unterschiede zwischen den verwendeten Kunststoffen PLA und ABS im Lösemittel Aceton sichtbar.

In der Mikrofluidik im JCNS (Jülich Centre for Neutron Science) ging es um spezielles Material, nämlich 'Soft matter' (Weiche Materie) und in diesem Fall um Grundlagenforschung und Herstellung von Tropfen im µm-Bereich. Die Mädchen durften dort Spritzen mit verschieden gefärbten Flüssigkeiten füllen, winzig kleine Schläuche an Silikonchips befestigen und Experimente durchführen und im Mikroskop betrachten. Eine Anwendung dieser Forschung liegt im Bereich '3D-Bioprinting' von Geweben. Die umfassende Führung durch das ZEA-1 war vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrung mit mechanischer Werkstückbearbeitung am Tag zuvor natürlich besonders spannend.

Eine vom BfC (Büro für Chancengleichheit) moderierte Talkrunde mit Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Forschungsinstituten rundete das dreitägige Angebot ab. Estela Suarez (JSC), Miriam Menzel (INM-1) und Lotte Geck (ZEA-2) berichteten lebendig über ihren Lebensweg und ihren Arbeitsalltag und beantworteten den interessierten jungen Mädchen ihre Fragen, z.B. zu Praktika, Englisch als universeller Wissenschaftssprache, zu Studium, Arbeitsplatz und Verdienst, aus ihrer eigenen Erfahrung.


Die Institutionen Schülerlabor JuLab, Zentrale Berufsausbildung und Büro für Chancengleichheit haben das Programm ins Leben gerufen, um Mädchen einen Einblick in die Wissenschaft und Forschung zu geben und mit Geschlechterklischees ordentlich aufzuräumen. In den verschiedenen Workshops unter dem verbindenden Oberthema 'Material' konnten die Schülerinnen ihre eigenen Fähigkeiten testen, schlafende Talente entdecken und neue Begeisterung für MINT erleben!


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