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Mehr als 100 Nachwuchsforscher besuchen Herbstschule über korrelierte Elektronen

Schwerpunkt 2019: Vielteilchen-Methoden für realistische Materialien

28. Oktober 2019

von Eva Pavarini und Erik Koch

Mehr als 100 Nachwuchsforscher auf dem Gebiet der stark korrelierten Materialien kamen in der Woche vom 16.-20. September in Jülich zusammen. Ihrer erfolgreichen Tradition folgend bot auch die neunte Herbstschule über korrelierte Elektronen Vorlesungen international führender Wissenschaftler mit dem Ziel, die Teilnehmer zügig an die aktuelle Forschung heranzuführen und sie so zu eigenständigem Arbeiten zu befähigen. Das Format von 90-minütigen Vorlesungen und großzügigen Pausen für Diskussionen ermöglichte eine gründliche Einführung in moderne Gebiete der Vielteilchen-Physik. Die Schule wurde von Eva Pavarini vom Institut for Advanced Simulation (IAS) und Erik Koch vom Jülich Supercomputer Centre (JSC) geleitet.

Gruppenbild Autumn School 2019Teilnehmer der Herbstschule über korrelierte Elektronen 2019
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Die Vorlesungen behandelten die Physik stark korrelierter Materialien, wobei der Fokus auf der Modellierung und Simulation von Vielteilchen-Effekten der Materialphysik lag. Nach einer Einführung in die grundlegenden Einteilchen-Methoden waren die Vorlesungen modernen Techniken zur Beschreibung der Vielteilchen-Physik gewidmet. Den Schwerpunkt bildeten dabei Methoden, die auf der Konstruktion von Wellenfunktionen oder der Berechnung Greenscher Funktionen basieren. Typische Anwendungen auf Fragestellungen der Quantenchemie und der Festkörperphysik, einschließlich Problemen des Nichtgleichgewichts, wurden vorgestellt.

Die Studenten ergriffen die Gelegenheit sich mit international führenden Forschern auszutauschen mit großem Enthusiasmus. Zudem eröffnete die Postersitzung den Nachwuchsforschern die Möglichkeit ihre Projekte vorzustellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Dafür war die überaus internationale Besetzung des Teilnehmerfeldes aus – neben Deutschland und der EU –  Russland, Iran, Indien, Thailand, China, Südkorea, Argentinien, den USA und Kanada ideal geeignet. Eine Reihe der internationalen Teilnehmer wurden durch das Institute for Complex Adaptive Matter (ICAM) gefördert.

Als Vertiefungsmaterial zu den Vorlesungen bereiteten die Dozenten der Schule umfassende Vorlesungsmanuskripte vor, die den Teilnehmern in Buchform zu Beginn der Schule zur Verfügung standen. Das Buch füllt die Lücke zwischen fortgeschrittenen Lehrbüchern und der aktuellen Forschungsliteratur, was sich an der großen Nachfrage auch außerhalb der Schule zeigt. Um das Material einem möglichst großen Leserkreis zugänglich zu machen, wurden die Vorlesungsmanuskripte im Open Access Programm veröffentlicht:

Eva Pavarini, Erik Koch, and Shiwei Zhang (eds.)

Many-Body Methods for Real Materials

Modeling and Simulation, Vol. 9

Verlag des Forschungszentrums Jülich, 2019 520p., ISBN 978-3-95806-400-3

Bestellung:

Verlag des Forschungszentrums Jülich

OpenAccess: hier

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Vorlesungsfolien und Manuskripte finden Sie hier



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