Suche

zur Hauptseite

Institut für Energie- und Klimaforschung

Navigation und Service


Neue und weltweit einzigartige Anlagen zur Qualifizierung von Wandkomponenten für die Fusion

Ausbau des Hochtemperatur-Materiallabors im Forschungszentrum Jülich gestartet

Jülich, 17. Dezember 2019 - In Fusionsanlagen sind die Innenwände der Reaktoren durch das über hundert Millionen Grad heiße Plasma extremen Wärmeflüssen ausgesetzt. Neutronen aus dem Fusionsprozess führen zu Schädigungen der Mikrostruktur des Wandmaterials, die die Lebensdauer der Wandkomponenten beeinträchtigen. Derzeit ist das noch ein Problem der Zukunft: In heutigen Fusionsexperimenten treten diese Belastungen noch nicht auf. Umso wichtiger sind Testanlagen, in denen heute schon die Bedingungen in zukünftigen Fusionsanlagen – insbesondere für die in Südfrankreich im Bau befindlichen Fusionsreaktor ITER – simuliert werden können. Dabei werden vor den Belastungstests Schäden im Material durch Bestrahlungsexperimente mit Neutronen absichtlich herbeigeführt.

Die Fusionsforschung in Jülich entwickelt und qualifiziert neue Konzepte für Wandmaterialen und Komponenten für die Fusion. Jetzt ist der Startschuss für den Ausbau des Hochtemperatur- Materiallabors auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich gefallen. Dabei werden zwei neue Testanlagen für die Belastung von neutronengeschädigten Wandkomponenten mit höchsten Wärme- und Plasmaflüssen in neue sogenannte Heiße Zellen – stark abgeschirmte Räume zur Handhabung von hochradioaktiven Substanzen – integriert. Der Aufbau der Anlagen dauert 3 Jahre, die Kosten des Projekts betragen 10,65 Millionen Euro.

Derartige Untersuchungen sind weltweit nur in Jülich möglich. Deshalb fördern das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das europäische Fusionskonsortium EUROfusion den Ausbau des Hochtemperatur-Materiallabors mit insgesamt 7,66 Millionen Euro.

Weitere Informationen:

Fusionsforschung in Jülich

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Bernhard Unterberg
Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Plasmaphysik (IEK-4)
Tel.: 02461 61 4803
E-Mail: b.unterberg@fz-juelich.de


Servicemenü

Homepage