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Helmholtz-Professur für Strukturbiologen Valentin Gordeliy

Jülich, 22. Oktober 2020 - Prof. Valentin Gordeliy hat aufgrund seiner Spitzenforschung im Bereich der Strukturbiologie eine Helmholtz-Professur am Forschungszentrum Jülich erhalten. Er untersucht am Institut für Biologische Informationsprozesse (IBI-7) die Strukturen biologisch und medizinisch relevanter Proteine sowie deren Dynamiken und Wechselwirkungen mit weiteren Proteinen oder Liganden. Aktuell entschlüsselt seine Arbeitsgruppe "Molekulare Biophysik" die 3-D-Struktur viraler Proteine des Corona Virus und testet, wie diese Proteine gehemmt werden können, sodass sich das Virus nicht weiter vermehren kann.

Valentin GordeliyProf. Valentin Gordeliy
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

Gordeliy hat eine enge wissenschaftliche Kooperation mit dem Institut de Biologie Structurale (IBS) des Commissariats à l'Energie Atomique (CEA) in Grenoble, Frankreich vorangetrieben. Die enge Zusammenarbeit zwischen Grenoble und Jülich ist ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche internationale Forschungskooperation. Die Kooperation ermöglicht beiden Partnern Zugang zu Synchrotronstrahlungs- und Neutronenquellen, Höchstfeld-NMR-Spektrometern und anderen Technologieplattformen.

Helmholtz-Professuren sind eine besondere Auszeichnung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Helmholtz-Forschungszentren. Sie wird ihnen für ihre außergewöhnliche Bilanz und hohe Produktivität in der bisherigen akademischen Karriere verliehen. Die Laufzeit der Helmholtz-Professur beträgt im Regelfall bis zu drei Jahren. Helmholtz-Professuren sind eigenständige, befristete Arbeitsgruppen. Die Professuren werden von den jeweiligen Helmholtz-Zentren verliehen und finanziell sowie personell unterstützt.