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ERC Advanced Grant für Ulf-G. Meißner

Jülich, 22. April 2021 – Was passiert, wenn seltsame Quarks in Atomkerne eingefügt werden? Welche "bewohnbaren" Universen sind theoretisch möglich? Unter anderem diese Fragen will Prof. Ulf-G. Meißner vom Institute for Advanced Simulation, Theorie der Starken Wechselwirkung, des Forschungszentrums Jülich, erforschen. Für dieses Projekt erhält der Wissenschaftler, der auch am Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik der Universität Bonn forscht, einen begehrten Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Die Förderung des Vorhabens beträgt rund 2,3 Millionen Euro.

Die Masse der Materie im Universum besteht zu mehr als 99,9 Prozent aus Atomkernen. Die chemischen Elemente unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zahl an Protonen und Neutronen in ihren Kernen. Wie viele Protonen und Neutronen können einem Atomkern hinzugefügt werden, bis er instabil wird? Was passiert, wenn seltsame Quarks in einen Kern eingefügt werden? Wie stark kann man die fundamentalen Parameter der starken Wechselwirkung ändern, um noch hinreichend viele Elemente zu produzieren, die relevant für das Leben und ein "bewohnbares" Universum sind?

Prof. Dr. Dr. h.c. Ulf-G. Meißner vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik der Universität Bonn erhält einen ERC Advanced Grant.Prof. Ulf-G. Meißner vom Jülicher Institut für Kernphysik erhält einen ERC Advanced Grant.
Copyright: Volker Lannert / Uni Bonn

Solchen theoretischen Fragen mit großen Auswirkungen auf das Verständnis der Stabilität unseres Universums widmet sich Ulf-G. Meißner im Projekt EXOTIC (Emergent Complexity from Strong Interactions). "Das Jülich Supercomputing Centre stellt unter anderem auf dem Supercomputer JURECA-DC wesentliche Rechenzeit zur Verfügung, womit Rechnungen mit einer Genauigkeit möglich sein sollten, die bisher unerreichbar schienen", sagt Meißner. Der Wissenschaftler ist auch Mitglied in den Transdisziplinären Forschungsbereichen "Mathematik, Modellierung und Simulation komplexer Systeme" sowie "Bausteine der Materie und grundlegende Wechselwirkungen" der Universität Bonn.

Meißner wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2016 mit dem Lise Meitner-Preis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft, dem Distinguished Scientist Award der Chinese Academy of Sciences und dem Ehrendoktor der Ivane Javakhishvili Tbilisi State University in Georgien.

Institute for Advanced Simulation (IAS), Theorie der starken Wechselwirkung (IKP-3/IAS-4)

Ansprechpartner:
Prof. Ulf-G. Meißner
Institute for Advanced Simulation, Theorie der Starken Wechselwirkung (IKP3/IAS-4)
Tel. 02461 61-4401
E-Mail: u.meissner@fz-juelich.de

Pressekontakt:
Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel.: 02461 61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de