Navigation und Service

Exzellenzwettbewerb: Forschungszentrum Jülich gratuliert seinen Partnern

Jülich, 19. Juli 2019 – Mit Spannung wurde das Ergebnis der Exzellenzstrategie erwartet. In der zweiten Runde des Exzellenzwettbewerbes des Bundes und der Länder haben zwei Partneruniversitäten des Forschungszentrums Jülich, die RWTH Aachen und die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, überzeugende Bewerbungen vorgelegt und wurden deshalb heute von den Gutachtern in die Runde der deutschen Exzellenzuniversitäten aufgenommen.

Die Förderentscheidung für die Universitäten wurde von der Exzellenzkommission getroffen, die sich aus den Mitgliedern des internationalen Expertengremiums und den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder zusammensetzt.

"Wir freuen uns mit unseren Partneruniversitäten in Aachen und Bonn über diesen großartigen Erfolg in der Exzellenzinitiative. Das Ergebnis bestätigt uns in unserer Einschätzung, dass strategische Allianzen mit Universitäten auch für die Zukunft des Forschungszentrums Jülich eine wichtige Rolle spielen." Mit diesen Worten gratulierte der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zu ihrem Erfolg.

Die RWTH und die Universität Bonn sind damit zwei von insgesamt elf im Wettbewerb prämierten Universitäten in Deutschland. Das gaben die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, die Bremer Wissenschaftssenatorin, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, mit der Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Martina Brockmeier, und dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Peter Strohschneider, in Bonn bekannt.

Mit der Exzellenzstrategie stärken Bund und Länder die universitäre Spitzenforschung. Gefördert werden Exzellenzcluster zu bestimmten Forschungsfeldern und Exzellenzuniversitäten als strategische Unterstützung herausragender Universitätsstandorte. 17 Universitäten und zwei Universitätsverbünde hatten sich bundesweit für die Bewerbung als Exzellenzuniversität qualifiziert. Voraussetzung dafür waren mindestens zwei geförderte Exzellenzcluster.

Das Forschungszentrum konnte sich bereits in den vergangenen Runden der Exzellenzinitiative erfolgreich als Partner der beiden Universitäten etablieren und ist an folgenden Clustern beteiligt, die im Herbst letzten Jahres eine Förderzusage erhalten haben:

  • Das Fuel Science Center – Adaptive Systeme zur Umwandlung von erneuerbarer Energie und Kohlenstoffquellen (FSC)
    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
    Im neuen Exzellenzcluster werden Erkenntnisse und wissenschaftliche Methoden erarbeitet, um die motorische Verbrennung fossiler Kraftstoffe durch adaptive Produktions- und Antriebssysteme auf Basis regenerativer Energie- und alternativer Kohlenstoffquellen unter dynamischen Randbedingungen zu ersetzen.
  • Materie und Licht für Quanteninformation (ML4Q)
    Universität zu Köln / Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Quanteninformationsverarbeitung verspricht Möglichkeiten wie physikalisch bedingte Abhörsicherheit in der Kommunikation und drastische Leistungssteigerungen im Computing, die mit klassischen Ansätzen nicht zu erreichen sind. Das Exzellenzcluster verfolgt das Ziel, neue Computer- und Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen.
  • PhenoRob - Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion
    Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Eine der großen Herausforderungen ist es, die Pflanzenproduktion, trotz begrenzter Nutzflächen, zu erhöhen und gleichzeitig die ökologischen Folgewirkungen zu verringern. Im Cluster „PhenoRob - Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion“ arbeiten Wissenschaftler an Methoden und neuen Technologien, um Pflanzen zu beobachten, zu analysieren und gezielt zu behandeln. Dafür werden Felder aus der Luft sowie vom Boden aus überwacht. Computer verarbeiten diese Sensordaten so, dass Roboter automatisch einzelne Pflanzen ansteuern und behandeln können. Dies soll helfen, neue Erkenntnisse über Pflanzenwachstum zu gewinnen und den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln zu vermeiden.

Die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich kooperieren seit 2007 intensiv in der Jülich Aachen Research Alliance (JARA), die Teil des Aachener Zukunftskonzepts „Meeting Global Challenges“ ist. Beide Partner verbindet eine enge strategische Partnerschaft zu ausgewählten Themen.

Weitere Informationen:

Exzellenzstrategie auf der Website der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Exzellenzstrategie auf der Website des Wissenschaftsrates

Ansprechpartner:

Sabine Prall
JARA-Office
Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-96421
E-Mail: s.prall@jara.org

Pressekontakt:

Dr. Regine Panknin
Pressereferentin, Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-9054
E-Mail: r.panknin@fz-juelich.de

Tobias Schlößer
Pressereferent, Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-4771
E-Mail: t.schloesser@fz-juelich.de