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EU fördert weitere Kooperation mit russischer Neutronenforschung

Jülich, 2. März 2020 - Das Forschungszentrum Jülich erhält 900.000 € Fördergeld für die Fortsetzung der Kooperation an der russischen Neutronenquelle PIK in Gatchina bei Sankt Petersburg. Die Zusammenarbeit in der europäisch-russischen Forschung mit Neutronen unter Jülicher Federführung startete bereits im Rahmen des Horizon-2020-Infrastrukturprojekts CREMLIN (Connecting Russian and European Measures for Large-Scale Research Infrastructure) und wird nun unter dem Dach des erweiterten Nachfolgeprojektes CREMLINplus fortgeführt. Im Februar startete CREMLINplus in Hamburg offiziell.

Das CREMLINplus-Konsortium vereint 35 Partner, 10 davon aus Russland und 25 aus der EU sowie assoziierten Ländern und erhält über die gesamte Laufzeit von vier Jahren ein Budget von 25 Millionen Euro. Ziel des von DESY in Hamburg koordinierten Projekts ist es, eine wesentlich höhere Stufe der Kooperation zwischen EU- und russischen Partnern im Bereich der Großforschungsanlagen zu erreichen. Das Projekt baut dazu auf den Erkenntnissen und Empfehlungen seines Vorläufers auf und besteht aus drei Säulen: 1. der Förderung der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit europäisch-russischer Teams an analytischen und physikalischen russischen Großforschungsprojekten, wie der Neutronenquelle PIK. 2. der Entwicklung eines Zugangsverfahrens zu russischen Großforschungsanlagen anhand eines klar definierten Kriterienkatalogs, wodurch europäischen Nutzern der Zugang zu russischen Anlagen erleichtert wird. 3. einem umfangreichen Trainings- und Ausbildungsprogramm für russische und europäische Managerinnen und Manager an Großforschungsanlagen.

Blick in die Neutronenleiterhalle des Heinz Meier-Leibnitz Zentrums in Garching bei München mit zahlreichen NeutroneninstrumentenBlick in die Neutronenleiterhalle des Heinz Meier-Leibnitz Zentrums in Garching bei München mit zahlreichen Neutroneninstrumenten
Copyright: Bernhard Ludewig

Die Forschung mit Neutronen wird innerhalb des Projektes mit insgesamt 4,3 Millionen Euro gefördert, die vor allem in die Planung und Entwicklung neuartiger Neutronenquellen fließen sollen. Hintergrund dieses Kernthemas sind die sich verringernden Kapazitäten für die Forschung mit Neutronen in Europa angesichts der altersbedingten Außerbetriebnahme zahlreicher Quellen in den vergangenen sowie den kommenden Jahren. Weitere Schwerpunkte liegen darauf, die Instrumentierung an PIK so zu planen, dass sie sich optimal mit den Instrumenten an den wichtigsten europäischen Neutronenquellen ergänzt sowie auf der Entwicklung einer nutzerfreundlichen Plattform.

CREMLINplus-LogoCREMLINplus-Logo
Copyright: DESY

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des DESY vom 29.08.2019: "Grünes Licht für EU-Projekt CREMLINplus"

Website des Jülich Centre for Neutron Science

Website des Jülicher Zentralinstituts für Engineering, Elektronik und Analytik – Engineering und Technologie (ZEA-1)

Website des Heinz Meier-Leibnitz Zentrums

Ansprechpartner:

Dr. Stefan Mattauch
Jülich Centre for Neutron Science, Außenstelle am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum
Tel: 089 289-10709
E-Mail: s.mattauch@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Angela Wenzik, Wissenschaftsjournalistin
Forschungszentrum Jülich
Tel: 02461 61-6048
E-Mail: a.wenzik@fz-juelich.de


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