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Schnellere Speicher dank Seltener Erden in molekularen Magneten?

Jülich, 20. Oktober 2016 - Molekulare Magnete aus Metallatomen und organischen Molekülen könnten einmal die Entwicklung leistungsfähigerer Speichermedien und schnellerer und energieeffizienterer Prozessoren für die Informationsverarbeitung möglich machen. Bisher galten Metalle aus der Klasse der Seltenen Erden für diesen Zweck als nicht nutzbar. Denn die Elektronen, die für ihre magnetischen Eigenschaften verantwortlich sind, "verstecken" sich in schwer zugänglichen 4f-Orbitalen. Theoretische Untersuchungen aus Jülich erklären nun, wie stark organische Moleküle die chemische Umgebung der Seltenen Erden verändern können. Dadurch können Orbitale entstehen, die Merkmale von Atomorbitalen und 5d+4f-Hybridorbitalen vereinen und die leichter zugänglich sind für Untersuchungen, etwa mit dem Rastertunnelmikroskop, oder für eine technische Nutzung.

Originalveröffentlichung:

Sub-molecular modulation of a 4f driven Kondo resonance by surface-induced asymmetry, Nature Communications 7, 12785 (2016); DOI: 10.1038/ncomms12785

Institut:

Peter Grünberg Institut, Bereich Quanten-Theorie der Materialien (PGI-1/IAS-1)

ausführlichere Meldung des PGI-1/IAS-1