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Ausschreibender Bereich: IEK-6 Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit
Kennziffer: 2020D-090

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Der Institutsbereich für Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit (IEK-6) im Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums bearbeitet sicherheitsrelevante Fragestellungen der nuklearen Entsorgung und des Betriebs von Kernreaktoren, unter Berücksichtigung der beschlossenen Energiewende in Deutschland. Der Bereich "Nukleare Entsorgung" befasst sich mit angewandter Grundlagenforschung zum sicheren Umgang mit radioaktiven Abfällen und dem Verhalten von Abfallformen, Abfallgebinden und dem geotechnischen Barrieresystemen in tiefengeologischen Endlagersystemen für radioaktive Abfälle, von dem atomaren Maßstab bis hin zum makroskopischen Systemverständnis. In diesem Zusammenhang verwenden wir innovative experimentelle und theoretische Ansätze, um die Bildung von Sekundärphasen mit Relevanz für die Freisetzung und Migration von Radionukliden im Nah- und Fernfeld tiefengeologischer Endlager für radioaktive Abfälle zu untersuchen und thermodynamisch zu beschreiben.

Verstärken Sie diesen Bereich zum nächstmöglichen Zeitpunkt als

Doktorand (w/m/d) - Sekundärphasenbildung zur Rückhaltung von Radionukliden

Ihre Aufgaben:

Ein tiefreichendes Verständnis von Rückhalteprozessen stellt eine Grundvoraussetzung für die realitätsnahe Beschreibung des Migrationsverhaltens von Radionukliden in Szenarien für die Sicherheit von tiefengeologischen Endlagern für radioaktiven Abfälle dar. Die Bildung von Sekundärphasen, insbesondere von Mischkristallen, ist ein wichtiger Mechanismus zur Rückhaltung von Radionukliden. Im Rahmen dieses Projekts tragen Sie zur Klärung von Fragestellungen zur Mischkristallbildung für den Einbau von Radionukliden bei:

  • Untersuchung von Sulfatmischkristallen mit Relevanz zur Rückhaltung von 226Ra
  • Charakterisierung von Proben aus Langzeitexperimenten mittels Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Fokussierter Ionenstrahlsonde (FIB)
  • Herstellung von FIB Lamellen und Untersuchungen an Transmissionselektronenmikroskopen (TEM) und Atomsonde (atom probe)
  • Zusammenarbeit mit dem Team für atomistische Modellierungen zur theoretischen Beschreibung der Mischkristallbildung
  • Wissenschaftliche Interpretation der Daten und Ergebnisse
  • Kombination von innovativen Experimenten und theoretischen Ansätzen
  • Eigenständige Präsentation der Ergebnisse auf wissenschaftlichen Fachtagungen und in wissenschaftlichen Publikationen

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (Master) in Mineralogie, Physik, Chemie, oder verwandten Disziplinen
  • Erfahrungen mit oder Interesse an Elektronenmikroskopie
  • Praktische Erfahrungen mit Laborarbeit sind wünschenswert; Bereitschaft und Fähigkeit zum Erlernen und Ausbau dieser Fähigkeiten sind unerlässlich
  • Idealerweise Kenntnisse im Bereich Kristallwachstum
  • Fähigkeit zur Mitarbeit in einem internationalen multidisziplinären Team
  • Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift


Unser Angebot:

  • Hervorragende wissenschaftliche und technische Infrastruktur – optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Promotion
  • Exzellentes Umfeld für herausragende Forschung auf internationalem Niveau
  • Möglichkeit zur Teilnahme an (internationalen) Konferenzen und Projekttreffen
  • Kontinuierliche fachliche Betreuung
  • Möglichkeit zur wissenschaftlichen und persönlichen Weiterbildung im Rahmen der HITEC und JuDocs Programme des Forschungszentrums Jülich
  • In der Regel einen Vertrag für den Zeitraum von 3 Jahren
  • Promotion an der RWTH Aachen
  • Vergütung analog der Entgeltgruppe 13 (bis zu 65%) des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes (TVöD-Bund).


Informationen zur Beschäftigung als Doktorand/in im Forschungszentrum Jülich finden Sie hier http://www.fz-juelich.de/gp/Karriere_Docs

Das Forschungszentrum Jülich fördert Chancengerechtigkeit und Vielfalt.
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind uns willkommen.