Wichtiger Impuls für europäische Plasmabeschleunigeranlage

Frascati / Jülich, 28. November 2022 – Das EuPRAXIA-Projekt startete letzte Woche seine Anfangsphase mit einem Kick-off-Meeting im italienischen Frascati in der Nähe von Rom. Ziel von EuPRAXIA ist der Bau eines europäischen Elektronenbeschleunigers mit innovativer laser- und elektronenstrahlgetriebener Plasma-Wakefield-Beschleunigung. Eine solche Anlage wäre erheblich kleiner und kostengünstiger als derzeitige hochfrequenzbasierte Beschleuniger. Die EU und der britische Garantiefonds für Forschung und Innovation fördern die EuPRAXIA-Anfangsphase mit 3 Millionen Euro.

Das EuPRAXIA-Projekt wurde nach der Designphase 2021 in die Roadmap des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) aufgenommen. Die Roadmap enthält die Forschungseinrichtungen von gesamteuropäischer Bedeutung, welche dem langfristigen Bedarf der europäischen Forschungsgemeinschaften entsprechen.

An der EuPRAXIA-Anfangsphase sind 34 Institute aus elf europäischen Ländern und den USA beteiligt, sowie die Europäische Organisation für Kernforschung CERN. Das Jülicher Peter-Grünberg-Institut forscht für das Projekt an der Erzeugung polarisierter Teilchenstrahlen. Dabei handelt es sich um beschleunigte Elektronen, deren Spins möglichst entlang einer Achse ausgerichtet sind. Derartige Teilchenstrahlen sind vor für die Grundlagenforschung von großer Bedeutung. Bisher können sie nur mithilfe deutlich größerer – und teurerer – konventioneller Beschleuniger hergestellt werden.

Geplantes Gebäude für den teilchengetriebenen Plasmabeschleuniger von EuPRAXIA in Frascati, in der Nähe von Rom.
Geplantes Gebäude für den teilchengetriebenen Plasmabeschleuniger von EuPRAXIA in Frascati, in der Nähe von Rom.
INFN & Mythos – consorzio stabile s.c.a.r.l.

Weitere Informationen:

EuPRAXIA Pressemitteilung (in englisch) auf der Website des Peter Grünberg Instituts

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  • Elektronische Eigenschaften (PGI-6)
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Dr. Regine Panknin

Pressereferentin

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    Letzte Änderung: 28.11.2022