Neue Therapieansätze gegen aggressiven Brustkrebs

2. Juni 2026

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Forschungsprojekt „TriNova“ zur Entwicklung neuer Therapien gegen das Triple-negative Mammakarzinom (TNBC). Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben erhält rund 1,59 Millionen Euro und setzt auf Künstliche Intelligenz, um innovative Wirkstoffe gegen eine besonders aggressive Form von Brustkrebs zu entwickeln.

TNBC macht weltweit etwa 10 bis 20 Prozent aller Brustkrebsfälle aus und betrifft überdurchschnittlich häufig jüngere Patientinnen. Da den Tumorzellen wichtige Rezeptoren fehlen, die bei anderen Brustkrebsarten therapeutisch genutzt werden können, sind die Behandlungsmöglichkeiten bislang begrenzt. Zudem bildet TNBC häufig Resistenzen gegen bestehende Therapien und metastasiert früh.

Symbolbild, KI-generiert

Im Fokus des Projekts stehen Tumorstammzellen, die wesentlich zur Therapieresistenz und Ausbreitung der Erkrankung beitragen. Forschende der HHU und des Universitätsklinikums Düsseldorf haben bereits zwei vielversprechende molekulare Zielstrukturen identifiziert. Deren Hemmung könnte die stammzellähnlichen Eigenschaften der Tumorzellen abschwächen.

„Auf dieser Grundlage wollen wir mithilfe generativer KI neuartige Wirkstoffkandidaten entwickeln und optimieren“, erklärt Projektkoordinator Prof. Dr. Holger Gohlke vom Jülicher Institut für Bioinformatik (IBG-4) und Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. KI-gestützte Verfahren sollen neue chemische Strukturen erzeugen und wichtige Eigenschaften potenzieller Wirkstoffe vorhersagen. Erfolgversprechende Kandidaten werden anschließend im Labor hergestellt und experimentell getestet.

TriNova vereint Expertise aus pharmazeutischer Chemie, Strukturbiologie, computergestützter Wirkstoffforschung, Nuklearmedizin und gynäkologischer Onkologie. Ziel ist es, neue therapeutische Ansätze für bislang schwer behandelbare Brustkrebsformen zu entwickeln.

Pressemitteilung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU)

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    Letzte Änderung: 02.06.2026