LIFT

Der LIFT bietet die Möglichkeit, photosynthetische Prozesse aus der Ferne zu quantifizieren, und kann als Hochdurchsatzsystem eingesetzt werden, das über Pflanzendecken scannt.

Die Methode der lichtinduzierten Fluoreszenztransiente (LIFT) verwendet eine Reihe von Erregungsblitzlichtern, um variable Fluoreszenz (Fv) zu induzieren und die Fluoreszenzrelaxation zu überwachen. Der resultierende Fluoreszenz-Transient spiegelt die gekoppelte Kinetik der QA-Reduktion und der anschließenden Reoxidation wider. Für die Reduktionsphase liefert die Normalisierung von Fv mit einem Fluoreszenzmaximum ( Fm) Informationen über die Quanteneffizienz des Photosystems II (Fv/Fm im Dunkeln und Fq'/Fm' im Licht), die die Menge der photosynthetisch transportierten Elektronen pro Photon widerspiegelt, den am häufigsten gemessenen Fluoreszenzparameter der Photosynthese.

Darüber hinaus kann aus der Reoxidationsphase die transiente Kinetik des Elektronentransports und aus dem anfänglichen Anstieg der Fluoreszenz die Größe des funktionellen und optischen Absorptionsquerschnitts von Photosystem II quantifiziert werden. Darüber hinaus ist das LIFT-Gerät mit einem Spektrometer im Spektralbereich 326-812nm und zwei RGB-Kameras ausgestattet.

Die Entwicklung des LIFT erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Forschern des Forschungszentrums Jülich und dem Hersteller Zbigniew Kolber (www.soliense.com). Das Vorgängermodell des aktuellen LIFTs war ein stationärer großer LIFT-Aufbau mit einem Laser, der in einer Entfernung von etwa 20 m arbeitete. Durch die Verkleinerung und den augensicheren LED-Betrieb konnte das neue LIFT-System in verschiedene Positionierungssysteme für die Hochdurchsatz-Phänotypisierung integriert werden, wobei die hohe Auflösung für die Quantifizierung der photosynthetischen Fluoreszenzparameter erhalten blieb.

Im Forschungszentrum Jülich stehen 4 LIFT-Systeme zur Verfügung. Diese werden sowohl im Labor als auch unter Feldbedingungen eingesetzt. Im Feld ist der LIFT auf dem manuell bewegten field4cycle, dem selbstfahrenden fieldcop und der vollautomatischen Miniplotanlage integriert.

Letzte Änderung: 02.09.2022