Ramann Mikroskopie

Das AlgaeScienceCenter hat in internationaler Zusammenarbeit einen innovativen Ansatz entwickelt, um die Zusammensetzung einzelner Algenzellen mit Hilfe des konfokalen Raman-Mikroskops zu untersuchen.

Mit diesem Ansatz wurde das Haupthindernis für die Anwendung der Raman-Spektroskopie auf photosynthetische Zellen beseitigt, indem die starke Autofluoreszenz der Pigmente gelöscht wurde (Moudříková et al. 2016). Der wichtigste innovative Aspekt der neuen Methode liegt in der In-situ-Quantifizierung von Polyphosphaten und in der jüngsten Entdeckung von Guaninkristallen in Algenzellen.

Das LabRam Evolution Mikroskop (Horiba), das für diese Forschung verwendet wurde, ist mit 532- und 785-nm-Lasern und dem inversen Mikroskop Eclipse Ti-U (Nikon) sowie einem thermoelektrisch gekühlten CCD-Detektor mit offenen Elektroden (Symphony, Horiba Scientific) ausgestattet. Durch die Kombination der 800 mm Brennweite des LabRam-Spektrographen mit einem Gitter von 150 Rillen mm-1 werden Spektralbereiche bis zu 5640 cm-1 und 2580 cm-1 mit 532 nm bzw. 785 nm Anregung abgedeckt. Der 785-nm-Laser wird zur Identifizierung von Molekülschwingungen von Carotinoiden mittels Raman-Spektroskopie verwendet, während der 532-Laser zur Identifizierung und Lokalisierung von Lipiden, Proteinen, Stärke und Polyphosphaten in Algenzellen dient.

Referenz

Š. Moudříková, P. Mojzeš, C. Pfaff, D. Behrendt, L. Nedbal, et al., Raman and fluorescence microscopy sensing energy-transducing and energy-storing structures in microalgae. Algal Research 16: 224-232 (2016).

Kontakt

Dr. Holger Klose

Head of Research "Alternative Biomass"

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Letzte Änderung: 31.08.2022