Abfallbehandlung
Das Team „Abfallbehandlung“ entwickelt Methoden zur Charakterisierung, Behandlung und Konditionierung radioaktiver und chemotoxischer Abfallströme mit dem Ziel, das Abfallvolumen für die Endlagerung zu minimieren.
Die Stilllegung kerntechnischer Anlagen wird zu problematischen Abfallströmen führen, für die es bislang keine routinemäßigen Methoden zur Handhabung, Charakterisierung, Behandlung und Konditionierung gibt und die daher die Entwicklung maßgeschneiderter Entsorgungsoptionen erfordern. Einige Abfälle gelten aufgrund ihres spezifischen Radionuklidinventars oder des Vorhandenseins chemotoxischer Bestandteile (z. B. Quecksilber, Beryllium) als problematisch und erfüllen nicht die Abfallannahmekriterien für die Endlagerung (im Hinblick auf das deutsche Endlager Konrad für schwach- und mittelradioaktive Abfälle). Die Forschung zu diesem Thema am IFN-2 umfasst die Entwicklung fortschrittlicher Entsorgungsoptionen für diese Abfallströme, einschließlich Technologien zur Rückgewinnung langlebiger Bestandteile, wie z. B. der minoren Actiniden aus hochradioaktiven Brennstofflösungen.