Asteroid nach Susanne Pfalzner benannt
Die Arbeitsgruppe für die Nomenklatur kleiner Himmelskörper (Working Group for Small Body Nomenclature; WGSBN) der International Astronomical Union (IAU) benennt regelmäßig kleine Himmelskörper nach Wissenschaftler:innen, die einen bedeutenden Beitrag zu unserem Verständnis des Universums geleistet haben. Im Juli 2026 benannte sie den Asteroiden (20596) = 1999 RX188 nach der Astrophysikerin Susanne Pfalzner in Anerkennung ihres Beitrags zur Erforschung kleiner Himmelskörper des Sonnensystems.


Susanne leitet das Simulation and Data Lab Astronomy and Astrophysics am JSC. Als Beispiel für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit löste ihr Team gemeinsam mit Kooperationspartnern im Jahr 2024 ein kosmisches Rätsel: Ihre HPC-Simulationen zeigten, dass der Vorbeiflug eines Sterns vor Milliarden von Jahren bestimmte Dynamiken des Sonnensystems jenseits von Neptun erklärt. Neben ihrer Tätigkeit am JSC ist sie außerordentliche Professorin an der Universität zu Köln und forscht am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn.
Der Asteroid (20596) Pfalzner wurde am 9. September 1999 am Magdalena Ridge Observatory im Socorro County, New Mexico, USA, im Rahmen des Lincoln Near-Earth Asteroid Research (LINEAR)-Projekts entdeckt. Er hat einen Durchmesser von etwa 3,55 km und befindet sich im Asteroidengürtel, einem torusförmigen Bereich im Sonnensystem, dessen Zentrum die Sonne bildet und der sich grob zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Jupiter und Mars erstreckt.
Weitere Informationen:
Arbeitsgruppe der IAU: https://www.wgsbn-iau.org/
WGSBN-Bulletin 6, Nr. 11, einschließlich des neuen Namens des Asteroiden Pfalzner: https://www.wgsbn-iau.org/files/Bulletins/V006/WGSBNBull_V006_011.pdf
NASA Orbit Viewer: https://ssd.jpl.nasa.gov/tools/sbdb_lookup.html#/?sstr=20596&view=VOPDCA
Kontakt: Susanne Pfalzner
