Prof. Dr. Markus Müller ist neuer Direktor des Instituts für Theoretische Nanoelektronik (PGI-2)
10. März 2026
Prof. Dr. Markus Müller hat rückwirkend zum 1.1.2026 die Leitung des Instituts für Theoretische Nanoelektronik (PGI-2) übernommen, das er bereits seit August 2025 kommissarisch geleitet hatte. Er wurde damit offiziell zum Direktor des PGI-2 ernannt und tritt die Nachfolge von Prof. Dr. David DiVincenzo an, der das Institut 14 Jahre lang engagiert und erfolgreich geleitet hat und zum August 2025 seinen Ruhestand angetreten hat.
Prof. Dr. Markus Müller ist ein international ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der theoretischen Quantenphysik. Nach dem Diplomstudium der Physik an der Universität Konstanz promovierte er an der Universität Innsbruck und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) mit einer Arbeit zur Vielteilchen-Quantensimulation mit Rydberg-Atomen und Ionen. Es folgten Forschungsstationen als Postdoktorand an der Universität Complutense in Madrid sowie akademische Positionen an der Swansea University im Vereinigten Königreich, wo er 2018 zum Professor ernannt wurde. Seit 2019 ist Prof. Müller Professor für Theoretische Quantentechnologie an der RWTH Aachen sowie am Forschungszentrum Jülich und leistet dort maßgebliche Beiträge zur Entwicklung zukunftsweisender Quantentechnologien. Zum 1.1.2026 hat er parallel zur Leitungsfunktion des PGI-2 eine W3-Professur an der RWTH Aachen für die Theorie skalierbarer Quanteninformationsverarbeitung angetreten.
Zukünftiges skalierbares Quantencomputing bietet das Potential, Problemstellungen aus verschiedensten Bereichen der Wissenschaft wie auch für praktische Anwendungen effizient zu lösen, die über die Rechenleistung selbst stärkster klassischer Großrechner hinausgehen. Aktuelle Quantenprozessoren sind in Bezug auf zuverlässige Rechenleistung jedoch stark limitiert, da unvermeidliche Fehlerprozesse es verhindern, längere Quantenalgorithmen fehlerfrei auszuführen. „Um das tatsächliche Potenzial des Quantencomputings für nützliche Anwendungen zu erschließen, wird ein zukünftiger Schwerpunkt unserer Arbeit am PGI-2 deshalb auf der theoretischen Entwicklung neuer Konzepte skalierbarer Quantenfehlerkorrektur und deren Integration in verschiedenen physikalischen Plattformen liegen“, erläutert Prof. Müller. „Wir freuen uns sehr darauf, diese Anstrengungen langfristig und kollaborativ, sowohl mit unseren KollegInnen am Forschungszentrum, insbesondere an anderen Peter Grünberg Instituten und als Teil der Jülich Quantum Computing Alliance (JUQCA), sowie in starken Netzwerken und Forschungsverbünden aus nationalen und internationalen führenden akademischen wie auch industriellen Partnern durchzuführen.“
Mit seiner umfassenden Expertise wird Prof. Müller die Forschung am PGI-2 gezielt weiterentwickeln und neue Impulse setzen. Wir freuen uns auf seine wissenschaftlichen Beiträge und wünschen ihm viel Erfolg in seiner neuen Funktion!