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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
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A1-Adenosin-Rezeptorveränderungen bei Chorea Huntington

Chorea Huntington (CH) ist eine autosomal-dominant vererbte, neurodegenerative  Erkrankung, die meist um das 40. Lebensjahr zu ersten Krankheitszeichen in Gestalt von Bewegungsstörungen und psychischen Symptomen führt. Sie ist bis heute unheilbar und führt im Durchschnitt 15 Jahre nach Auftreten der ersten Symptome zum Tod. In einer Kooperation mit dem Huntington-Zentrum am St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum haben wir Veränderungen des Adenosin A1-Rezeptormoleküls (gemessen mit PET und dem am Forschungszentrum Jülich entwickelten Radioliganden [18F]CPFPX) bei acht an CH erkrankten Patienten im Vergleich zu 36 gesunden Kontrollpersonen untersucht. Abbildung zeigt eine parametrische (und über alle Gehirne gemittelte) Darstellung der Gehirnregionen, in denen CH-Kranke eine geringere Bindung des Radioliganden zeigen (blau getönt) als Gesunde. Die Helligkeit der Farbe ist ein Maß für die statistischen Unterschiede zwischen Kranken und Gesunden. Die Befunde zeigen, dass die neurochemischen Veränderungen primär in den Basalganglien lokalisiert sind.

A1-Adenosinrezeptoren bei Patienten mit Chorea Huntington im Vergleich zu Kontrollen

Abbildung: A1-Adenosinrezeptoren bei Patienten mit Chorea Huntington im Vergleich zu Kontrollen. Die Farbwerte geben die pixelweise Wahrscheinlichkeit für geringere (grün-blau) bzw. höhere (rot-orange) Rezeptordichte an. 

Die Ergebnisse der Studie wurden hier veröffentlicht:

Matusch A, Saft C, Elmenhorst D, Kraus PH, Gold R, Hartung HP, Bauer A (2014). Cross sectional PET study of cerebral adenosine A1 receptors in premanifest and manifest Huntington's disease. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 41(6):1210-1220.

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00259-014-2724-8


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