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Häufige Fragen

Allgemein
IP & Know-how
Erfindungen & Patente
Lizenzierung
Software & Open Source
Ausgründungen
Förderung
Wissenstransfer

Allgemeine Fragen

Was ist Technologietransfer?

Technologietransfer ist die Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen und -erkenntnissen und der wechselseitige Austausch mit externen Partnern. Durch Kooperationen mit Partnern in der Wirtschaft, Lizenzierung von Patenten, Know-how sowie Software und durch Ausgründungen (Spin-offs) können aus der Forschung neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen entstehen, die den Zielgruppen in Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft zugutekommen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.

Was ist Wissenstransfer?

Unter „Wissenstransfer“ werden Aktivitäten zusammengefasst, die jeweils den konkreten Bedarf einer gesellschaftlichen Zielgruppe an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen erfüllen. Mithilfe von Beratungs- und Informationsdiensten, Weiterbildungsangeboten, Internet-Portalen, Bürgerdialogen, Reallaboren und anderen Formaten sollen Menschen in die Lage versetzt werden, in konkreten Situationen die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Dabei muss das wissenschaftlich fundierte Wissen in den jeweiligen Kontext übersetzt und an die Sprache der Zielgruppen angepasst werden. Ein erfolgreicher Wissenstransfer ist durch einen kontinuierlichen Austausch mit den Zielgruppen geprägt und trägt dazu bei, dass gesellschaftlich relevante Fragestellungen in die Forschungsarbeit integriert werden.

Fragen zum Wissenstransfer
Ansprechpartner für Wissenstransfer

Welche Aufgaben erfüllt der Fachbereich Innovation & Strategie?

Der Fachbereich Innovation und Strategie (UE-I) unterstützt die Mitarbeitenden des Forschungszentrums Jülich bei allen Belangen rund um die Verwertung von Forschungsergebnissen. Die Belebung und Förderung der Innovationskultur am FZ Jülich ist unser primäres Ziel. Wir tragen durch Wissens- und Technologietransfer aktiv dazu bei, die Jülicher Forschung auch jenseits der Wissenschaft nutzbar zu machen. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind wir Ansprechpartner für Unternehmen und Industrie und helfen bei dem wechselseitigen Austausch von Wissen, Erfahrungen, Ideen und Technologien.

IP & Know How

Was versteht man unter intellectual property (IP)?

Intellectual Property (IP, z.dt. „geistiges Eigentum“) ist ein Eigentumsrecht an immateriellen Gütern. Der Begriff „geistiges Eigentum“ fasst dabei verschiedene Rechte zum Schutz geistiger Schöpfungen zusammen. Forschungsergebnisse stellen geistiges Eigentum dar. Unter den IP-Begriff fallen sowohl Erfindungen und Patente, als auch Software (Urheberrecht) und Know-how.

Was versteht man unter Know-how?

Als Know-how ist das Spezialwissen aus betrieblichen oder technischen Erfahrungen zu Prozessen, Technologien und Vorgängen zu verstehen.

Wie kann ich mein geistiges Eigentum bzw. mein Know-how nutzen oder nutzbar machen?

Durch Wissens- und Technologietransfer können Sie Ihre Forschungserkenntnisse für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar machen. Mögliche Wege sind Kooperationen und Lizenzierungen zur Weiterentwicklung oder Umsetzung in Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse sowie Ausgründungen. Beim Wissenstransfer können Sie gesellschaftlichen Nutzen Ihrer Forschung durch Bildungsformate, Citizen Science Projekte, Schülerlabore usw. erreichen.

Erfindungen & Patente

Was ist eine Erfindung?

Eine Erfindung ist eine kreative, schöpferische Leistung, die auf erfinderischen Tätigkeiten beruht und sich durch neue Lösungen und Anwendungen im Bereich Technik anwenden lässt. Eine Erfindung ist patentierbar, wenn sie neuartig ist, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruht und gewerblich anwendbar ist.

Ich habe eine Erfindung gemacht, was kann und muss ich tun?

Eine Erfindung muss dem Arbeitgeber gemeldet werden, sobald diese fertig gestellt ist. Bitte wenden Sie sich bei einer Erfindung an die Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich Patente (R-P) für die Erstellung und Einreichung einer Erfindungsmeldung. Wenn Sie das Potenzial Ihrer patentierten Erfindung ausschöpfen oder wissen wollen, wie Sie weiter vorgehen können, um etwa durch Lizenzierung oder Ausgründung einen Mehrwert zu schaffen, stehen Ihnen die Innovationsmanagerinnen und Innovationsmanager von UE-I gerne zur Verfügung.

Fachbereich Patente (R-P)

Darf ich mit anderen über meine Erfindung sprechen?

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich auch intern über Ihre Erfindung Verschwiegenheit zu wahren, um eine mögliche Patentierung nicht zu gefährden. Ausgenommen hiervon sind Miterfinderinnen und Miterfinder sowie die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereich Patente (R-P). Bitte berücksichtigen Sie, dass vor der Patentanmeldung keine Informationen zu Ihrer Erfindung veröffentlicht werden dürfen (Wissenschaftliche Publikationen, Präsentationen, sonstige Schriftstücke etc.). Wurden bereits Informationen zur Erfindung veröffentlicht, so ist eine Patentierung ausgeschlossen.

Was kann ich nach der Patentmeldung tun?

Die Innovationsmanagerinnen und Innovationsmanager von UE-I unterstützen Sie bei der Nutzbarmachung Ihrer Erfindungen. Kooperationen, Lizenzierungen oder Ausgründungen ermöglichen es, Ihre Forschungsergebnisse in ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Prozess zu überführen und so das ganze Potenzial Ihrer Erfindung zu nutzen. Wie Sie genau vorgehen und wir Sie unterstützen können, erfahren Sie am schnellsten im einem persönlichen Gespräch.

Ansprechpartner

Lizenzierung

Was ist eine Lizenz?

Eine Lizenz räumt dem Lizenznehmer den Gebrauch eines gewerblichen Schutzrechtes oder von Know-how bzw. Software ein. Ein Unternehmen oder eine Forschungseinrichtung kann als Lizenznehmer z.B. ein Patent des Forschungszentrums Jülich nutzen. Eine Lizenz kann bezüglich Dauer, Umfang, Anwendungsgebiet etc. sehr individuell gestaltet werden.

Was ist ein Lizenzvertrag?

Mit einem Lizenzvertrag überlässt der Inhaber eines gewerblichen Schutzrechtes oder von Know-how bzw. Software dem Lizenznehmer ein exklusives oder teilweises Nutzungsrecht, wobei der Lizenzgeber Inhaber des Lizenzgegenstandes bleibt. Der Vertrag umfasst z.B. Lizenzgebühren, Haftungen und Gewährleistungen des Lizenzgebers oder räumliche, inhaltliche oder zeitliche Beschränkungen. Bitte wenden Sie sich für eine Lizenzierung an die jeweiligen Innovationsmanager und Innovationsmanagerinnen.

Welchen Benefit hat ein Erfinder von einem Lizenzvertrag?

Zur Anerkennung erfinderischer Leistungen werden Erfinder(gemeinschaften) am Forschungszentrum Jülich bei Erteilung eines Patents mit einer Anerkennungsprämie von insgesamt 550 € belohnt. Wird IP erfolgreich lizenziert und das Forschungszentrum erhält Erlöse aus der Lizenzierung, hat sowohl der Erfinder als auch der Urheber von lizenziertem Know-how Anrecht auf eine Erfindervergütung. Auch das jeweilige Institut erhält Anteile der erzielten Rückflüsse.

Wer führt die Lizenzverhandlung?

Die Verhandlung von Lizenzverträgen wird von den Innovationsmanagern und Innovationsmanagerinnen (UE-I) in Absprache mit der Institutsleitung durchgeführt. Die Kontaktdaten der für Ihr Institut zuständigen Innovationsmanager finden Sie unter Ansprechpartner.

Wann ist Know-how lizenzfähig?

Als lizenzfähig gilt Know-how dann, wenn es folgende Kriterien erfüllt: Das Know-how ist anwendbar, essentiell für die Technik, es ist geheim und dokumentiert. Die Prüfung, ob diese Kriterien erfüllt sind, wird durch den Fachbereich Patente (R-P) durchgeführt. Bitte wenden Sie sich zunächst an den für Ihr Institut zuständigen Innovationsmanager oder Innovationsmanagerin.

Ansprechpartner

Software & Open Source

Kann ich von mir entwickelte Software an Dritte lizenzieren?

Software kann proprietär mittels klassischer Lizenzverträge sowie unter Open Source Lizenzmodellen Dritten zur Nutzung überlassen werden. Software unterliegt dem Urheberrecht. Das „persönliche“ Urheberrecht, d.h. das Recht auf Nennung der Namen der Urheber, liegt bei den Programmierern, das Nutzungsrecht i.d.R. beim Arbeitsgeber. Um die Verhandlung von proprietären Softwarelizenzverträgen kümmert sich UE-I gemeinsam mit dem jeweiligen Institut. UE-I berät darüber hinaus zu den verschiedenen Lizenzmodellen und Veröffentlichungen als Open Source Software. Wenden Sie sich gerne an Ute Schelhaas oder Dennis Oliveira für ein Beratungsgespräch.

Soll ich die von mir entwickelte Software "Open Source" zur Verfügung stellen? Wie suche ich die passende Lizenz für meine Software aus?

Das Forschungszentrum Jülich unterstützt die die Veröffentlichung von Software als Open Source Software z.B. auf GitLab oder GitHub. Um zu entscheiden, ob die Software proprietär an einen oder mehrere Partner lizenziert oder Open Source gestellt werden sollte, sollten einige Fragen geklärt werden. Beispielsweise spielt es eine Rolle, ob es im Interesse des Instituts ist, dass die Software in einer Community weiter entwickelt wird, ob sie kommerzielles Potential besitzt oder ob eine möglichst weite Verbreitung des Codes erreichen werden soll. Eine passende Lizenz lässt sich dann aus den Interessen des Instituts und den Rahmenbedingungen der entwickelten Software, z.B. durch eingebundene Bibliotheken oder vorbestehenden Codes oder auch Vorgaben von Kooperationspartnern oder Fördermittelgebern ableiten. Wenden Sie sich für ein Beratungsgespräch gerne an Ute Schelhaas oder Dennis Oliveira.

Ausgründungen

Was ist eine Ausgründung?

Die Gründung eines neuen, markt- und gewinnorientierten Unternehmens, das auf im Forschungszentrum Jülich entwickelten wissenschaftlichem oder technischem Know-how beruht und ohne dieses nicht exisitieren kann, stellt eine Ausgründung dar („Spin-off“). Eine Gründung ist eine rechtsgeschäftliche Errichtung eines Unternehmens.

Ich habe eine Gründungsidee, wie gehe ich zunächst vor?

Eine Ausgründung ist eine spannende Transferleistung. Ihr zuständiger Innovationsmanager steht Ihnen gerne von der ersten Idee an zur Seite, unterstützt und begleitet Sie inhaltlich bei der Validierung, Antragstellung von Fördermitteln und der Vermittlung von geeigneten Trainingsprogrammen und Veranstaltungen. Um Ihre Gründungsidee zu besprechen und mögliche nächste Schritte zu evaluieren, wenden Sie sich bitte an Ihre Ansprechpartner im Innovationsmanagement.

Jülicher Spin-offs


Gibt es Weiterbildungsangebote für Gründungsinteressierte?

Um Sie in Ihrer Transferidee bestmöglich unterstützen und voranbringen zu können, erweitern wir derzeit das Angebot an Workshops, Trainingsprogrammen und Events. Empfehlungen für Veranstaltungen und Fortbildungen am Forschungszentrum Jülich sowie in Kooperation mit unseren Partnern, Formate der Helmholtz Gemeinschaft und anderer externen Anbieter erhalten Sie gerne von unseren Innovationsmanagern.

Welche Fördermittel für Ausgründungen kann ich beantragen?

Eine Fördermittelsuche und eine Auswahl an Förderprogrammen stehen Ihnen im Drittmittelportal des Drittmittelmanagements zur Verfügung. Bei Fragen zu den Fördermöglichkeiten und/oder der Absicht, Fördermittel zu beantragen, wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner im Innovationsmanagement, die Sie hierbei gerne beraten und inhaltlich unterstützen.

Förderung

Wie finde ich das passende Förderprogramm?

Im Drittmittelportal des Drittmittelmanagements können Sie auf eine Fördermittelsuche und detaillierte Informationen zurückgreifen. Unsere Innovationsmanagerinnen und Innovationsmanager stehen Ihnen bei Fragen, für Empfehlungen und zur Unterstützung bei Antragstellung gerne zur Verfügung.

Drittmittelmanagement

Wie gehe ich bei der Antragstellung von Fördermitteln am besten vor?

Sie haben ein Fördermittelprogramm gefunden, das Ihre Transferabsichten voran bringen kann? Bitte wenden Sie sich vor einer Antragstellung an Ihre Ansprechpartner des Innovationsmanagements, um Ihnen die bestmögliche Unterstützung bei Ihrem Anliegen gewährleisten zu können.

Gibt es interne Fördermöglichkeiten am Forschungszentrum Jülich?

Das Forschungszentrum Jülich begrüßt und unterstützt Wissens- und Technologietransferprojekte. Deswegen stehen Ihnen künftig mit dem Jülicher Innovationsfonds finanzielle Mittel zur Verfügung, die Sie für Ihr Transfervorhaben beantragen können. Ihre Innovationsmanager und Innovationsmanagerinnen helfen Ihnen hierbei gerne weiter.

Förderung
Ansprechpartner

Wissenstransfer

Wer bildet die Zielgruppe von Wissenstransfer?

Die Zielgruppen des Wissenstransfers stammen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Medien. Dazu gehören z.B. Gremien, Verbände, Schüler sowie politische oder wirtschaftliche Entscheidungsträger. Das Forschungszentrum Jülich nimmt dabei eine Vermittlerrolle ein, bereitet das benötigte Wissen verständlich auf und tritt in einen intensiven Austausch mit den jeweiligen Zielgruppen. Dabei ist der Wissenstransfer dialogisch angelegt und kann in Forschungsprojekten resultieren, an denen die Gesellschaft durch ihre Teilnahme zu neuen Erkenntnissen beitragen kann, z.B. in Form von Citizen Science Projekten.

Welches Ziel verfolgt der Wissenstransfer?

Wissenstransfer dient der Nutzbarmachung von Forschungserkenntnissen für die Gesellschaft. Gleichsam erhält die Forschung durch gesellschaftliche Zielgruppen neue Impulse und Fragestellungen zur Ausrichtung ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Er befähigt Bürger jener Zielgruppen dazu, bestmögliche Entscheidungen auf Basis wissenschaftlicher Evidenz zu treffen.

Wie kann ich Wissenstransferprojekte fördern lassen?

Die Wissenstransfer-Unit des Forschungszentrums Jülich informiert sie gerne über aktuelle Fördermöglichkeiten und unterstützt Sie bei der Initiierung, Dokumentation sowie Evaluation Ihrer Transferprojekte. Dazu gehören unter anderem eine inhaltliche Unterstützung bei Projektanträgen und der Öffentlichkeitsarbeit. Ausschreibungen und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Wissenstransfers.

Ansprechpartner für Wissenstransfer

Wenn Sie noch mehr Fragen haben

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Rückmeldungen. Nutzen Sie gerne unsere Kontaktadresse oder wenden sich einfach an Ihren zuständigen Ansprechpartner.

innovation@fz-juelich.de