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Predatory Conferences

Schwarze Schafe unter wissenschaftlichen Konferenzen

Hinweis: Das Forschungszentrum erstattet keine Reisekosten für die Teilnahme an Predatory Conferences.

Checkliste "Predatory Conferences"

Die folgenden Tipps geben in Summe einen Hinweis darauf, ob eine Konferenz eine Predatory Conference ist. Jeder einzelne Punkt an sich ist jedoch nicht als Ausschlusskriterium zu verstehen; entscheidend ist der Gesamteindruck.

  1. Sie haben vorher noch nie von der Konferenz gehört.
  2. Sie werden per E-Mail zur Konferenz eingeladen, eventuell sogar als Keynote-Speaker.
  3. Sie, beziehungsweise niemand aus Ihrem Umfeld hat die Konferenz jemals besucht.
  4. Eine Online-Suche nach „predatory conference <Konferenzname>“ oder „predatory conference <Veranstalter>“ ergibt Treffer und Erfahrungsberichte.
  5. Der Konferenzseite im Internet ist unprofessionell, es fehlen wichtige Angaben.
  6. Erhobene Gebühren weichen sehr stark vom Durchschnitt ab, oft sind sie nur versteckt zu finden.
  7. Der Titel der Konferenz ist extrem weit gefasst.
  8. Die Programmdetails der Konferenz sind unstrukturiert dargestellt, unter Umständen sogar lückenhaft.
  9. Es wird prominent mit einer schönen Konferenzumgebung geworben (bis hin zu Urlaubsorten oder Tagungen auf Kreuzfahrtschiffen).
  10. Es wird mit prominenten Personen wie Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern geworben.
  11. Die Konferenz wird von einer Vielzahl an überdurchschnittlich namhaften Sponsoren unterstützt, oft ohne Bezug zum Konferenzthema.
  12. Es wird mit einem sehr schnellen Annahmeverfahren der Konferenzbeiträge oder Abstracts geworben.
  13. Es gibt keine klaren Aussagen zum Peer-Review-Verfahren oder zur Veröffentlichung der Konferenzbeiträge.
  14. Veröffentlichungen aus vorangegangenen Jahrgängen der Konferenz sind in keiner gängigen wissenschaftlichen Quelle zu finden.

Blacklist "Predatory Conferences"

Reisekosten zu Konferenzen der folgenden Veranstalter werden durch das Forschungszentrum Jülich nicht erstattet.
Weitere Hinweise und Erfahrungsberichte nimmt die Zentralbibliothek unter zb-copyright@fz-juelich.de gerne entgegen.

Linkliste "Predatory Conferences"

Initiative – Think. Check. Attend.
Wikipedia – Predatory conference

University Affairs – Poor-quality, predatory conferences prey on academics (Alex Gillis, 05.03.2018)
Die Zeit online – Tagen im Zwielicht (Martin Spiewak, 25.10.2017)
AuthorAID – What are ‘predatory’ conferences and how can I avoid them? (06.02.2017)


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