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Mikroemulsionen

Der Polymer Boosting Effekt

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Amphiphile Block Copolymere können die Effizienz von Tensiden um bis zu einen Faktor 10 steigern. Hierfür studiert man Mikroemulsionen, wo das Tensid für die Mischbarkeit von Öl und Wasser sorgt. Tenside sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil von z.B. Waschmitteln und Kosmetika. Der verminderte Einsatz von Tensiden dient der Umweltverträglichkeit und einem niedrigen Produktpreis. Die aktuellen Forschungen konzentrieren sich heute auf neuartige Polymere, die günstiger herzustellen sind und noch spezieller an besondere Anwendungen angepasst sind.

J. Allgaier

 

Neutronenstreuung an Mikroemulsionen

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Über die Volumeneigenschaften von Mikroemulsionen weiß man schon recht viel. Hier hat man Phasendiagramme, Neutronenkleinwinkelstreumessungen (SANS) und Neutronen-Spinecho-Spektroskopie (NSE) über eine vereinheitlichte Theorie, die auf Helfrich zurückgeht, zusammengeführt. Man kann also die Mischbarkeit, die Nano-Struktur und die Nano-Dynamik mit einem gemeinsamen Modell verknüpfen. Als Höhepunkt der strukturellen Bestimmung liefert die Kontrastvariationsmessung Aufschluss über die Ausdehnung und die relative Position des Polymers in der Mikroemulsion. Alle diese Methoden helfen, die Wirkungsweise von modernen Polymeradditiven aufzuklären und deren Einsatz zu optimieren.

H. Frielinghaus

 

 

Mikroemulsionen an Oberflächen

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Mikroemulsionen kommen in der praktischen Anwendung fast immer mit Oberflächen in Kontakt. Dieses ist offensichtlich in Reinigungsprozessen, kommt aber auch für Tensidsysteme, die die Ausbeute in der Erdölförderung erhöhen sollen, vor, denn das Öl ist häufig in einem porösen Sandstein eingeschlossen. Wir studieren den Einfluss von einfachen Modelloberflächen auf die Struktur und Dynamik von Mikroemulsionen. Für ebene Oberflächen dienen uns dabei Streuexperimente unter streifendem Einfall, also GISANS und GINSENG, in denen wir eine lamellare Ordnung nahe der Oberfläche mit einer schnelleren Dynamik gefunden haben.

O. Holderer

Reiniger auf Basis von Mikroemulsionen


Heutzutage werden noch immer Reinigungsmittel eingesetzt, die weitgehend aus Lösemitteln bestehen. Man findet sie z. B. im Bausektor als Pinselreiniger oder als Spezialreiniger zum Entfernen von Kleberückständen. Die Nachteile dieser Reiniger für die Gesundheit und die Umwelt sind offensichtlich. Mikroemulsionen bieten hierzu eine Alternative. Mittels polymerer Additive lassen diese Reiniger sich mit geringen Tensidanteilen formulieren. Werden hochsiedende Esteröle als Ölkomponente verwendet, können vollkommen kennzeichnungsfreie Reiniger erhalten werden, die vergleichbare Reinigungsleistungen aufweisen wie die bisherigen Lösemittelreiniger. Ein von uns entwickelter Reiniger wird inzwischen von einem Hersteller von Farben und Lacken als Universalfarblöser vermarktet.

J. Allgaier



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