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Tumordiagnostik

In Jülich arbeiten Pharmakologen, Chemiker, Physiker und Mediziner eng zusammen, um die Diagnose und Therapie von Hirntumoren und anderen neurologischen Erkrankungen zu verbessern. Hierzu entwickeln sie zum Beispiel radioaktive Pharmaka, die sich gezielt im Tumorgewebe anreichern und dann mit Hilfe eines Positronenemissionstomografen (PET) millimetergenau orten lassen. Darüber hinaus arbeiten sie am Einsatz neuer Kombinations-Geräte, die eine noch präzisere Diagnostik ermöglichen.

In den Jülicher Laboren werden Radiopharmaka – auch Marker genannt – nicht nur entwickelt sondern auch in klinischen Studien getestet. Bereits vor rund 25 Jahren wurde in Jülich ein bahnbrechendes Syntheseverfahren für einen der wichtigsten PET-Marker (18FDG – Fluor-Deoxyglucose) erfunden und patentiert. Davon profitieren heute weltweit jährlich rund 2 Millionen Patienten. 2009 ist den Jülicher Wissenschaftlern wiederum ein Durchbruch bei der Herstellung einer wichtigen Substanz gelungen, die sowohl für die Diagnostik der Parkinsonschen Krankheit, bei Patienten mit Hirntumoren als auch für die Suche nach bestimmten Tumoren im Körper eingesetzt werden kann. Obwohl speziell dieser Marker (18F-DOPA) wegen seiner hervorragenden Eigenschaften bereits für die medizinische Diagnostik zugelassen ist, konnte er bisher wegen eines ineffektiven Herstellungsverfahrens kaum eingesetzt werden. Durch das neue Jülicher Syntheseverfahren wird der Marker nun weithin verfügbar und der Preis wird wesentlich sinken, so dass einer breiten Anwendung nichts mehr im Wege steht. Mit Hilfe einer weiteren in Jülich hergestellten radioaktiven Aminosäure (einem Eiweißbaustein – 18F-FET), die als PET-Marker fungiert, kann zudem abgeschätzt werden, wie aggressiv ein Tumor wächst und ob eine begonnene Krebstherapie anschlägt oder nicht.

Präziser Einblick dank kombinierter Technik

Um noch exaktere Aussagen über die Art, die Aggressivität und die Ausdehnung eines Tumors zu erhalten, werden in Jülich neue bildgebende Methoden getestet. So zum Beispiel die "Hybrid-Bildgebung". Hierbei werden die Positronenemissionstomografie (PET) und Magnetresonanztomographie (MRT) in einem Gerät kombiniert. Diese Kombination eröffnet einzigartige Möglichkeiten: Sie erfasst gleichzeitig strukturelle und biochemische Prozesse und bietet ausgezeichnete Perspektiven für die klinische Anwendung bei neurologischen Erkrankungen wie zum Beispiel bei der Diagnostik und Therapie von Hirntumoren oder der frühzeitigen Diagnose der Parkinsonschen Erkrankung.


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