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Kurznachrichten November 2008


Jülicher Energieforscher werden häufig zitiert

Mit einem Spitzenplatz im Science Citations Index unterstreicht das Forschungszentrum Jülich seine weltweit anerkannte Kompetenz im Bereich Energieforschung. Im Durchschnitt wurde jede Jülicher Fach­veröffentlichung mehr als zwölf Mal zitiert, wie nun von der Agentur Thomson Reuters online veröffentlicht wurde. Das Forschungs­zentrum ist das einzige europäische Energieinstitut in der „Top 10“ des Index’ und belegt insgesamt den zweiten Platz hinter der Princeton University mit rund 13 Zitaten pro Veröffentlichung.

Für den Thomson-Reuters Science Citations Index wurden rund 100.000 Veröffentlichungen in 94 Journalen des Bereichs „Energie und Treibstoff“ zugrunde gelegt, die in den Jahren 1998 bis 2008 erschienen sind. Die meistzitierten Veröffentlichungen des Forschungs­zentrums stammen aus den Bereichen Photovoltaik und Direkt-Methanol-Brennstoffzelle. Die Bereiche effiziente Kraftwerke, Fusion und Materialforschung ergänzen den breiten Ansatz der Jülicher Energieforschung.


Bildgebende Hybridsysteme in der Medizin

In den letzten Jahren gewinnen Hybridsysteme aus MRT und PET immer mehr an Bedeutung. Die Kombination liefert hochauflösende Bilder der Hirnstruktur, die gleichzeitig zeigen, welche funktionellen Aktivitäten im gesunden und erkrankten Gehirn ablaufen. Im Forschungszentrum Jülich ist im Oktober ein 3-T-MR-PET-System, bestehend aus einem klinischen 3-T-MRT-Gerät und einem neuartigen PET-Detektor, installiert worden; es liefert bereits erste Testbilder. Das Gerät ist eines von vier Geräten weltweit. Darüber hinaus wird zurzeit für Forschungen im Höchstmagnetfeld der Prototyp eines 9,4-T-MR-PET-Systems installiert, das Anfang 2009 in Betrieb gehen wird. In einem Jülicher Workshop präsentierten und diskutierten über 100 Wissenschaftler aus 20 Ländern kürzlich zwei Tage lang den derzeitigen Stand von Hybridsystemen und gaben einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.


Biotechnologie deutlich weiterentwickelt

Für richtungsweisende Arbeiten auf dem Gebiet der Biotechnologie erhielt Prof. Christian Wandrey kürzlich den mit 10.000 Euro dotierten Ernest-Solvay-Preis. Der unlängst emeritierte Professor widmete seine Forschung dem technischen Aspekt der Biotechnologie und entwickelte unter anderem Bioreaktoren sowie Modelle für Gesamt­verfahrensprozesse. Entscheidend ist dieses Know-how etwa bei Biogas­anlagen oder bei der biotechnologischen Herstellung von Substan­zen und bei der Aufreinigung von Produkten aus Fermentations­prozessen. Wandrey hat über 330 Fachartikel publiziert, rund 100 Patente angemeldet und über 100 Doktoranden betreut.

Der Ernest-Solvay-Preis wird von der gleichnamigen Stiftung jährlich vergeben und jeweils einem Wissenschaftler einer nichtindustriellen Forschungseinrichtung für bedeutende Leistungen im Chemie­ingenieurwesen oder der Verfahrenstechnik zuerkannt.

Weitere Informationen: Pressemeldung der Ernest-Solvay-Stiftung


Aktuelle Termine:

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


Neues aus der Welt der „Weichen Materie“

11. - 14. November, Bonn: Jülich Soft Matter Days 2008

Kunststoffe, Shampoos, Waschmittel, Sauce Vinaigrette, Blut, Schweiß und Tränen haben eines gemeinsam: Sie enthalten Bestandteile, die Wissenschafter als „Weiche Materie“ bezeichnen. Der Grund dafür ist, dass Kolloide, Polymere und ihre Verwandten sich durch Druck leicht verformen lassen. So unterschiedlich auch die Materialien sind, so hoch ist das wissenschaftliche Interesse an ihnen, spielen sie doch tragende Rollen in vielen Bereichen unseres Lebens.

Mehr als 200 internationale Forscher aus dem Grenzgebiet zwischen Physik, Chemie, Biologie und Lebenswissenschaften werden auf den 7. Jülich Soft Matter Days neue Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren. Die Vorträge befassen sich zum Beispiel damit, wie man mit Neutronenstreuung innere Bewegungen von Proteinen aufklärt, wie die Produktion von Metall-Gel-Kompositen mit Anwendungspotenzial etwa für die Katalyse verbessert werden kann oder mit der Frage, warum das gestockte Einweiß der berühmten hundertjährigen Eier aus China transparent statt weiß ist.

Webseite der Soft Matter Days 2008



Pressekontakt

Kosta Schinarakis
Wissenschaftsjournalist, Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich
Telefon: Tel. 02461 61-4771
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de


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