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Kurznachrichten April 2012

Mit „KoalaDrive“ in die Nanowelt

Weitere Ausgründung aus dem Forschungszentrum Jülich: Das Unternehmen „mProbes“ ging im März mit der Lizenz für einen neuartigen Antrieb der Sonden in einem Rastersondenmikroskop an den Geschäftsstart. Anders als bei Lichtmikroskopen erfolgt hier keine optische Abbildung mittels Linsen, sondern die Probe wird mit einer feinen Spitze im Nanometerbereich, also im Wirkbereich einzelner Atome, abgetastet. Mit Rastersondenmikroskopen können Eigenschaften von Oberflächen im Nanometerbereich untersucht oder ihre Qualität geprüft werden. Doch bisher benötigte der Antrieb für die Spitze vergleichsweise viel Platz, sodass die Auflösung der Mikroskope nicht so gut war, wie es für viele Untersuchungen notwendig ist.
Gemeinsam mit Diplom-Ingenieur Peter Coenen und Dr. Vasily Cherepanov gelang es Prof. Bert Voigtländer, einen völlig neuen Antrieb zu entwickeln, der mit einem Durchmesser von rund 2,5 Millimetern äußerst kompakt ist. Dadurch kann der Antriebsapparat auf weniger als die Hälfte der aktuellen Größen verkleinert werden, was die Präzision der Messungen deutlich erhöht. Mit dem im Peter Grünberg Institut entwickelten „KoalaDrive“ ist es möglich, die Spitzen vollkommen rüttelfrei und gleichmäßig an die Probenoberfläche anzunähern – besonders wichtig für Untersuchungen in der Nanowelt. Der neue Antrieb ist auch im Vakuum, bei tiefen Temperaturen oder starken Magnetfeldern einsetzbar.
Voigtländer, Coenen und Cherepanov verfolgen außerdem die Idee, die Möglichkeiten der Rastersondenmikroskopie zu erweitern und mit ihr die elektrischen Eigenschaften von Nanodrähten oder anderen Nanostrukturen zu vermessen. „Um Strom- und Spannungsmessungen an Nanostrukturen durchzuführen und beispielsweise feststellen zu können, wie der Stromfluss durch Defekte auf atomarer Ebene verändert wird, benötigt man statt einer Spitze vier“, so Bert Voigtländer. Der „KoalaDrive“ erlaubt es, ein Vier-Spitzen-Instrument zu bauen, das nicht mehr Platz einnimmt als ein herkömmliches Rastersondenmikroskop mit einer einzigen Spitze.
Der sich mit hoher Dynamik entwickelnden Rastersondenmikroskopie erschließen sich mit dem „KoalaDrive“ viele neue Möglichkeiten: Forschungseinrichtungen können durch die kompakteren Antriebe für die Sonden die Genauigkeit ihrer Untersuchungen erhöhen. In der Industrie können neue Anwendungsbereiche erschlossen werden, zum Beispiel die elektrische Fehleranalyse in der Halbleiterfertigung, die aufgrund der immer kleiner werdenden Strukturgrößen immer kompaktere Aufbauten für die Qualitätskontrolle benötigt.

Mit "KoalaDrive" in die NanoweltMit der Unterschrift in die Selbständigkeit: (v. l.) Dr. Ralf Raue, Leiter des Geschäftsbereichs Technologie-Transfer, Dr. Klaus Hoppstock, Fachbereichsleiter Lizenz- und Drittmittelmanagement, Prof. Bert Voigtländer, Dr. Andrea Mahr, Teamleiterin Technologie-Screening, Dipl.-Ing. Peter Coenen, Dr. Vasily Cherepanov, Dr. Jobst Löffler, Teamleiter Information und Schlüsseltechnologien, Institutsleiter Prof. Stefan Tautz und Sonja Raiber, Business Development Manager.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Informationen zu „mProbes“:
http://mprobes.com/

Informationen zu „KoalaDrive“:
http://mprobes.com/koaladrive.html

Informationen zum Peter Grünberg Institut - Functional Nanostructures at Surfaces:
http://www.fz-juelich.de/pgi/pgi-3/EN/Home/home_node.html

Forschungszentrum Jülich an Climate-KIC beteiligt

Die europäische Initiative Climate-KIC wird vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) für das Jahr 2012 mit insgesamt 23 Millionen Euro gefördert. Am 30. März 2012 unterzeichneten das EIT und Climate-KIC in Budapest das „Grant Agreement“, das die Finanzierung von Ausbildungs- und Unternehmensgründungs-programmen sowie von Vorhaben im Bereich Forschungs- und Innovationsförderung in diesem Jahr sichert. Das Forschungszentrum Jülich ist einer der deutschen Kernpartner, neben Bayer Technology Services, der Technischen Universität Berlin, dem GeoForschungszentrum Potsdam und dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.
Das EIT wurde von der Europäischen Union eingerichtet, um die Innovationsfähigkeit Europas zu verbessern und Forschungs-ergebnisse in konkrete wirtschaftliche Anwendungen zu überführen. Die sogenannten Knowledge and Innovation Communities (KIC) sind die ausführenden Einheiten des EIT. Climate-KIC zielt auf Lösungen für die Folgen des Klimawandels ab. Daneben wurden bisher noch die ICT Labs (Information and Communication Society) und KIC InnoEnergy für erneuerbare Energien geschaffen.
Forscher aus dem Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG-2, IBG-3) beschäftigen sich in Climate-KIC mit pflanzlichen und technologischen Maßnahmen für eine verbesserte Wassernutzung in der Landwirtschaft. Zur Minderung von Treibhausgas-Emissionen werden außerdem land- und forstwirtschaftliche Methoden weiterentwickelt.

Weitere Informationen zu Climate-KIC:
http://eit.europa.eu/
http://www.climate-kic.org

Informationen zum Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften:
http://www.fz-juelich.de/portal/DE/UeberUns/InstituteEinrichtungen/Institute/InstitutBioGeowissenschaften/_node.html

Besondere Ehrung für Prof. Peter Tass

Im Rahmen des 22. Festplenums der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (EASA) in Salzburg wurde Prof. Peter Tass jüngst zu einem Ordentlichen Mitglied berufen. Die Akademie würdigte damit insbesondere die wissenschaftlichen Beiträge des Jülicher Wissenschaftlers vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin bei der Entwicklung eines neuen therapeutischen Prinzips zur Anwendung bei Tinnitus und Parkinson. So steht die sogenannte Akustische Coordinated Reset-Neuromodulation für eine gezielte Stimulation von Nervenzellen im Gehirn durch individuell angepasste, speziell getaktete Folgen von Reizen. In der Tinnitus-Therapie gehen diese Reize als akustische Signale an Nervenzellen, deren Kommunikation gestört ist: Statt abwechselnd und nacheinander feuern die Nervenzellen gleichzeitig und im Übermaß. Diese krankhafte Synchronität verursacht den Dauerton des Tinnitus. Mittels eines mathematischen Stimulationsalgorithmus, des sogenannten Coordinated Reset (CR), wird der ungewollte Gleichtakt der Nervenzellen gezielt gestört. Der CR schickt – individuell angepasst – zu verschiedenen Zeiten schwache Impulse an die krankhaft überaktiven, hochsynchronen Nervenzellverbände und führt sie so nachhaltig in ein „gesundes Chaos“ zurück.
Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste wurde 1990 von dem Herzchirurgen Felix Unger, dem inzwischen verstorbenen Wiener Erzbischof Franz Kardinal König und dem Politikwissenschaftler und Philosophen Nikolaus Lobkowicz in Salzburg gegründet. Ziel der Akademie ist es, interdisziplinär über Fachgrenzen, Ideologien und Wissenskulturen hinaus zu forschen und zu arbeiten. Gegenwärtig gehören der Akademie 1400 namhafte Wissenschaftler und Forscher, Denker und Künstler aus Europa, Asien und den USA an, darunter 27 Nobelpreisträger.

Informationen zur Neuromodulation:
http://www.fz-juelich.de/inm/inm-7/DE/Home/home_node.html

Informationen zur EASA:
http://www.euro-acad.eu/

Jülicher Wissenschaftlerin neu in „AcademiaNet“

Prof. Martina Pohl wurde neu in die Exzellenz-Datenbank „AcademiaNet“ aufgenommen. Die Biochemikerin am Institut für Bio- und Geowissenschaften ist nach Dr. Astrid Kiendler-Scharr und Dr. Renu Batra-Safferling die dritte Wissenschaftlerin des Forschungszentrums Jülich, die Aufnahme in die Datenbank fand.
„AcademiaNet“ wurde gemeinsam von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft aufgebaut. Ziel ist es, den Frauenanteil in wissenschaftlichen Führungspositionen und Gremien zu erhöhen. Wissenschaftlerinnen können sich nicht selbst in die Datenbank eintragen: Einer der beteiligten Wissenschaftspartner, zu denen auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gehört, muss sie für die Aufnahme vorschlagen. Ein Lenkungsausschuss der Wissenschaftspartner hat dazu einen eigenen Qualifizierungskatalog zusammengestellt.
Martina Pohl leitet in Jülich die Forschungsgruppe für Biokatalyse und Biosensoren. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Enzymtechnologie und technische Biochemie.

Informationen zu „AcademiaNet“:
http://www.academia-net.de/

Informationen zum Institut für Bio- und Geowissenschaften - Biotechnologie:
http://www.fz-juelich.de/ibg/ibg-1/DE/Home/home_node.html

Umbrella-Symposium in Haifa

Nachhaltige urbane Entwicklung war das Thema des 26. Umbrella-Symposiums in Haifa, zu dem Vorstandsmitglied Prof. Sebastian M. Schmidt sowie Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich geladen waren. So sprachen Dr. Dieter Klemp und Dr. Wilhelm Kuckshinrichs vom Institut für Energie- und Klimaforschung zu den Themen „Reduce the environmental impact of cities and road transport“ sowie „CO2 reduction by means of investments in the energy efficiency of buildings in Germany and by further use of renewable gas“. Auf dem Programm der Jülicher Delegation standen auch Besuche der Hebrew University in Jerusalem, des Weizmann Institutes in Rehovot und der Tel Aviv University. Ein weiterer Besuch galt der German Jordanian University in Amman.
Umbrella, die Zusammenarbeit zwischen der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich und dem Israel Institute of Technology (kurz Technion) in Haifa, feierte 2011 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie ist somit eine der ältesten internationalen Forschungskooperationen, die die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich unterhalten. Die deutsch-israelische Forschungskooperation hatte von Beginn an das Ziel, die Zusammenarbeit der drei renommierten Einrichtungen zu intensivieren und den wissenschaftlichen Diskurs im technologischen Bereich zu stärken.

Informationen zum Institut für Energie- und Klimaforschung:
http://www.fz-juelich.de/portal/DE/UeberUns/InstituteEinrichtungen/Institute/InstitutEnergieundKlima/_node.html

EU fördert Jülicher Hadronenforschung

Die EU fördert die Jülicher Forschung auf dem Gebiet der Hadronenphysik: Das Institut für Kernphysik erhält 580.000 Euro für Arbeiten im Rahmen des Projektes „Study of Strongly Interacting Matter“, kurz „HadronPhysics3“. 118 europäische Institutionen arbeiten hierbei zusammen. Die Jülicher Wissenschaftler sind an der Weiterentwicklung von Teilchenstrahlen, hier besonders an der Entwicklung polarisierter Antiprotonstrahlen, von Targets und Detektorkomponenten beteiligt, die für zukünftige Beschleunigerexperimente genutzt werden können. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtvolumen von neun Millionen Euro.

Weitere Informationen zum Projekt:
http://www.hadronphysics3.eu

Weitere Informationen zum Jülicher Institut für Kernphysik:
http://www.fz-juelich.de/portal/DE/UeberUns/InstituteEinrichtungen/Institute/InstitutKernphysik/_node.html

Forschungszentrum bei iTunes U

Das Forschungszentrum Jülich ist ab sofort auf der Internetplattform iTunes U vertreten. In diesem Unterbereich des iTunes Store von Apple werden Video- und Audiodateien, aber auch Skripte und andere Lehrmaterialien von Bildungseinrichtungen bereitgestellt. Das Forschungszentrum ist mit Filmbeiträgen über die Jülicher Forschung vertreten, darunter den „Jülich Lectures“ – einer neuen öffentlichen Vortragsreihe, die allgemeinverständlich Jülicher Forschungsthemen beleuchtet – sowie mit seinem Magazin „Forschen in Jülich“. Einige der Filmbeiträge werden neben der Standardqualität auch in hoher Auflösung angeboten. Weitere Angebote sind geplant.
Die Inhalte können kostenlos in der entsprechenden Abteilung des iTunes Store abgerufen oder abonniert werden, wenn zuvor die iTunes-Software auf den Computer oder mobile Endgeräte geladen wurde. Die meisten Beiträge sind in anderer Zusammenstellung auch auf der Website des Forschungszentrums in der Mediathek verfügbar.

Forschungszentrum auf iTunes U:
http://itunes.apple.com/de/institution/forschungszentrum-julich/id514360582

Mehr Ausbildungsplätze im Forschungszentrum

Das Forschungszentrum Jülich erhöht noch mit diesem Jahr die Zahl seiner Ausbildungsplätze: Ab 2012 werden jährlich bis zu 115 Auszubildende eingestellt. Damit stehen derzeit noch mehr als 50 Ausbildungsplätze potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern offen.
Zuletzt hatte das Forschungszentrum 85 Ausbildungsplätze offeriert. „Mit dem erweiterten Angebot festigen wir unsere Stellung als einer der größten Ausbildungsbetriebe in der Region“, so Karsten Beneke, stellvertretender Jülicher Vorstandsvorsitzender. Das gut funktionierende Zusammenspiel von interner und externer Ausbildung mache es seit Jahrzehnten möglich, im Forschungszentrum eine qualitativ hochwertige und praxisorientierte Ausbildung zu gewährleisten. Bisher schlossen rund 4300 junge Menschen ihre Ausbildung in Jülich erfolgreich ab.
Gegenwärtig kann das Forschungszentrum offene Ausbildungsstellen bei den gewerblich-technischen, naturwissenschaftlichen und kaufmännischen Berufen anbieten. Auch bei den Dualen Studiengängen wie Mathematisch-technischer Software-Entwickler sind noch Plätze frei. Informationen über die offenen Ausbildungs- und Studienplätze sind im Internet zu finden. Der nächste Berufinformationstag des Forschungszentrums Jülich findet am Samstag, 29. September 2012, in der Zentralen Berufsausbildung statt.

Liste der freien Ausbildungsplätze:
http://www.fz-juelich.de/gp/DE/Karriere/Ausbildungsstellen/_node.html

Weitere Informationen zur Ausbildung im Forschungszentrum:
http://intranet.fz-juelich.de/gp/DE/Karriere/AusbildungPZ/_node.html

Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Jülicher Forschung auf der Hannover Messe

23. – 27. April, Messegelände Hannover
Die Jülicher Energie- und Klimainstitute zeigen auf der Hannover Messe 2012 aktuelle Ergebnisse der Brennstoffzellenforschung (Halle 27 / Stand C 68). Als wichtiger Impulsgeber für maßgebliche Technologieentwicklungen der Zukunft sind auf dem Gemeinschaftsstand „Wasserstoff und Brennstoffzellen“ die entsprechenden Ergebnisse aus der internationalen Spitzenforschung und -entwicklung zu sehen.
Zum zweiten Mal präsentiert sich die Jülich Aachen Research Alliance (JARA), eine Kooperation zwischen dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen. In Halle 2 können sich die Besucher auf rund 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche über JARA, das Forschungszentrum Jülich und die RWTH Aachen informieren. Im Rahmen des JARA-Standes (Halle 2, C 32) werden Arbeiten aus der nachhaltigen Energieforschung gezeigt.

Mehr Informationen zum Stand Wasserstoff und Brennstoffzellen:
http://www.h2fc-fair.com/

Pressekontakt: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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