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Kurznachrichten Februar 2013

Wissenschaft und Öffentlichkeit: Dialog ja, Mitsprache jein

Wissenschaftler begrüßen den Dialog mit der Öffentlichkeit und sehen darin einen klaren Nutzen für die Wissenschaft. Sie verbinden damit jedoch in erster Linie aufklärerische Motive und stehen einer Mitsprache der Öffentlichkeit bei der Forschung eher kritisch gegenüber. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Hans Peter Peters vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin in einer Analyse der Vorstellungen von Wissenschaftlern über die Öffentlichkeit und öffentliche Kommunikation. Er stellte sie gemeinsam mit Prof. Sharon Dunwoody von der University of Wisconsin im Rahmen des Jahrestreffens der American Association for the Advancement of Science (AAAS) im Februar in Boston vor.

Peters und Dunwoody überprüften die verbreitete Annahme, dass sich innerhalb der Wissenschaft ein neues Verständnis des Verhältnisses zur Öffentlichkeit ausbreitet – hin zu Dialog und „Engagement“, das heißt einer stärkeren Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Wissenschaft. Diese Annahme beruht unter anderem darauf, dass sich Wissenschaftsblogs und soziale Netzwerke immer weiter ausbreiten, in denen sich Wissenschaftler und Laien begegnen. Gerade unter jüngeren Wissenschaftlern, so die Erwartung, wachse unter diesen Vorzeichen die Bereitschaft, der Öffentlichkeit auf Augenhöhe zu begegnen und ihr zum Beispiel Mitspracherechte einzuräumen.

Die beiden Kommunikationswissenschaftler werteten Befragungen von Wissenschaftlern in Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Japan, China und Taiwan aus. Die Analyse der Antworten brachte ein überraschendes Ergebnis: Die neuen Kommunikationskonzepte sind unter jüngeren Wissenschaftlern nicht stärker verbreitet als unter älteren, ihr Bild von der Öffentlichkeit ist nicht positiver. Das Gros der Wissenschaftler steht einem Verhältnis zur Öffentlichkeit, das über Information hinausgeht, weiterhin ambivalent bis skeptisch gegenüber.

Abstract der Präsentation

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Ethik in den Neurowissenschaften

Prof. Harald Bolt Mitglied von acatech

Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, ist neues Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Die Akademie nahm jüngst insgesamt 16 neue Mitglieder auf, ihre Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 399.

acatech vertritt die deutschen Technikwissenschaften im In- und Ausland und berät Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Darüber hinaus will die Akademie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen und den technikwissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Zu den Mitgliedern der Akademie zählen herausragende Wissenschaftler aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die ihre Expertise in zehn Themennetzwerken einbringen. Dazu zählen Biotechnologie und Bioökonomie, Energie und Ressourcen, Gesellschaft und Technik, Gesundheitstechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Mobilität, Logistik, Luft- und Raumfahrttechnik, Nanotechnologie, Produktentwicklung und Produktion sowie Sicherheit.

Harald Bolt war unter anderem zwischen 1999 und 2008 wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft sowie Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching, dort leitete er den Bereich Materialforschung. Seit Februar 2008 ist er Mitglied des Vorstands am Forschungszentrum Jülich mit Zuständigkeit für Energie- und Umweltforschung, Biotechnologie sowie Technologieentwicklung.

acatech

Forschungszentrum Jülich

JARA-FAME verstärkt Forschung zur Kern- und Teilchenphysik

Die Jülich Aachen Research Alliance JARA hat eine neue Sektion: JARA-FAME (Forces and Matter Experiments) widmet sich der physikalischen Grundlagenforschung im Bereich der Kern- und Teilchenphysik und wird dazu beitragen, die Materie-Antimaterie-Asymmetrie im Universum zu untersuchen und besser zu verstehen.

JARA-FAME wird hierzu zunächst von zwei Säulen getragen: Einerseits ist hier das neue Projekt JEDI (Jülich Electric Dipole Moment Investigation) angesiedelt, welches unter der Federführung der beiden JARA-Partner geplant und durchgeführt werden soll. Die andere Säule ist das bereits unter starker Aachener Beteiligung laufende AMS-Experiment auf der internationalen Raumstation ISS, wo sich unter JARA eine weitere Stärkung und eine Anknüpfung an das PANDA-Experiment an FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) mit führender Beteiligung aus Jülich ergibt. Querschnittsthemen in der neuen Sektion sind neben theoretischen Arbeiten, die Experimente mit Modellvorhersagen unterstützen und wesentlich für die Interpretation der Ergebnisse sind, die Detektorentwicklung sowie die Datenverarbeitung.

Direktoren der neuen Sektion sind Prof. Rudolf Maier vom Jülicher Institut für Kernphysik und Prof. Achim Stahl vom III. Physikalischen Institut B der RWTH Aachen. Geschäftsführer ist Dr. Wolfgang Schroeder aus der Unternehmensentwicklung des Forschungszentrums Jülich.

Jülich Aachen Research Alliance JARA

Institut für Kernphysik (IKP)

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs¬zentrum Jülich, unter anderem:

27. UMBRELLA-Symposium

25. – 27. Februar, Forschungszentrum Jülich
Das Forschungszentrum Jülich ist Gastgeber des diesjährigen „Umbrella Symposiums“, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe des Technions in Haifa, der RWTH Aachen und Jülichs. Das Symposium 2013 steht unter dem Titel „Nanoscale Physics and Chemistry as Drivers for Future Technological Developments”.

Mehr Informationen zum Programm

Regionalwettbewerb „Jugend forscht“

22. Februar, Forschungszentrum Jülich, Auditorium
Zum dreizehnten Mal in Folge richtet das Forschungszentrum Jülich den jährlichen Regionalwettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ aus. 93 Schülerinnen und Schüler – so viele wie noch nie – präsentieren 45 Arbeiten aus Naturwissenschaften und Technik. Die Öffentlichkeit hat ab 14.30 Uhr Zugang, die Feierstunde beginnt um 16 Uhr.

Schülerlabor JuLab

Mediathek

Prof. Markus Diesmann über Neuroinformatik

Prof. Markus Diesmann leitet das Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Computational and Systems Neuroscience, am Forschungszentrum Jülich. Dieser Bereich entwickelt mathematische Modelle für Nervenzellen und Netzwerke von Nervenzellen. Das bessere Verständnis der Funktionsweise des Gehirns ist die Voraussetzung dafür, Hirnerkrankungen genauer zu diagnostizieren und besser behandeln zu können. Aber nicht nur das: Wenn es gelänge, die Mechanismen der Datenverarbeitung der grauen Zellen auf Computersysteme zu übertragen, könnten sehr viel leistungsstärkere Rechner entwickelt werden - mit vergleichsweise minimalem Energieverbrauch. Insbesondere für das Supercomputing ist dies ein vielversprechender Weg. In einem neuen Film stellt Markus Diesmann seine Forschung vor.

Prof. Markus Diesmann über Neuroinformatik

4. Jülich Lecture bei ITunes U

„Delete: Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten“ – so lautet der Titel der 4. Jülich Lecure. Jetzt ist der Vortrag von Prof. Viktor Mayer-Schönberger (Oxford Internet Institut, University of Oxford) auf der ITunes U-Seite des Forschungszentrums zu finden. Mayer-Schönberger fokussiert seine Forschung auf die Rolle der Information in einer vernetzten Wirtschaft. Anders als Bibliothekare, die Informationen für die Ewigkeit archivieren möchten, plädiert er in seinem Vortrag für ein Verfallsdatum der Daten.

Jülich Lectures auf der iTunes U-Seite des Forschungszentrums

Pressekontakt: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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