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Kurznachrichten Februar 2016

Forschungszentrum bei "Mobil.Pro.Fit." erfolgreich

Das Forschungszentrum Jülich hat die erste Runde von "Mobil.Pro.Fit." erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Projekt soll nachhaltige Mobilität in Unternehmen und Einrichtungen gefördert werden. Seit März 2015 brachten Dr. Peter Burauel und Dr. Ellen Kammula von der Stabsstelle Zukunftscampus gemeinsam mit einem internen Mobilitätsteam 21 Maßnahmen auf den Weg. Damit konnten in der ersten Projektphase rund 18.000 Euro und etwa 300 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, so die Schätzungen.

Ein Schwerpunkt der Maßnahmen lag darauf, den Umstieg aufs Fahrrad/Pedelec und auf Elektroautos zu fördern. So soll in diesem Jahr auf dem Campus eine Ladestation für Pedelecs eröffnen, die mit Photovoltaikmodulen betrieben wird. Gemeinsam mit den Stadtwerken Jülich sind weitere Ladestationen für Pedelecs und Elektroautos geplant. Im Fuhrpark des Forschungszentrums sind inzwischen vier Elektroautos und zwei Hybridfahrzeuge im Einsatz.

Seit September 2015 können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungszentrums ihre Fahrten im neu eingerichteten "Zukunftscampus Pendlerportal" einstellen. Initiativen für eine bessere Anbindung an den ÖPNV und ein Fußwegekonzept sind weitere Maßnahmen. "Unser Mobilitätsteam wird auch nach Abschluss der ersten Projektphase an diesen Themen weiterarbeiten, um Beiträge für unser Klimaschutzkonzept zu leisten", so Burauel.

Bundesweit wurden elf Regionen für die erste Runde von "Mobil.Pro.Fit." ausgewählt, darunter die StädteRegion Aachen, die sich gemeinsam mit der Stadt Aachen und der IHK zu Aachen beworben hatte. Neben dem Forschungszentrum beteiligen sich sieben weitere Einrichtungen und Unternehmen der Region an dem Projekt, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird.

Mobil.Pro.Fit.Ricardo Gatzweiler, Dr. Ellen Kammula und Dr. Peter Burauel (v.re.) vom Forschungszentrum Jülich erhielten zum erfolgreichen Abschluss von „Mobil.Pro.Fit.“ eine Urkunde. Burauel, Leiter der Stabsstelle ZukunftsCampus, hofft auf weitere „Umsteiger“: „Es wäre doch toll, wenn wir 999 der etwa 1400 direkt in Jülich wohnenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu bewegen könnten, auf Zweiradmobilität umzusteigen.“ Markus Becker(Bundesumweltministerium), Uwe Zink (StädteRegion Aachen) und Werner Wingenfeld (Stadt Aachen) (v.l.) gratulierten zur Auszeichnung.
Copyright: StädteRegion Aachen

Stabsstelle Zukunftscampus

Website des Projekts "Mobil.Pro.Fit."

Mitschnitt der Abschlussveranstaltung

Energiepflanzen: Alternative zu Raps und Mais

Jülicher Wissenschaftler erforschen Alternativen zu konventionellen Energiepflanzen wie Raps und Mais, die eine schlechte Klimabilanz haben und Nahrungspflanzen verdrängen. Eine davon ist Sida hermaphrodita, die aus Nordamerika stammt.

Die mehrjährige, staudenartige Pflanze wächst bis zu vier Meter hoch und entwickelt bis zu einem Drittel mehr Biomasse als Mais. Die verholzten Triebe der Sida können gehäckselt und zu Pellets oder Briketts gepresst werden. Ein Hektar liefert genügend Energie, um fünf bis zehn Eigenheime mit Strom und Warmwasser zu versorgen. Die verholzten Triebe haben außerdem einen hohen Zelluloseanteil, der die Pflanze zu einem potenziellen Zellstofflieferanten für Dämm- und Verpackungsmaterial macht. Aus der grünen Biomasse der Pflanze lässt sich Biogas gewinnen. Schließlich macht ihre lange Blühperiode die Felder zu einer Weide für Bienen und andere Bestäuberinsekten.

"Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Energiepflanzen ist auch die Mehrjährigkeit der Sida hermaphrodita", erklärt Nicolai David Jablonowski vom Institut für Pflanzenwissenschaften. Einmal etabliert, kann sie bis zu dreißig Jahre lang Biomasse liefern, der Boden muss nur wenig bearbeitet werden, Herbizide sind nicht notwendig. Damit muss wenig Energie eingesetzt werden, was eine positive Klimabilanz zur Folge hat. Sida hermaphrodita wächst auch auf schlechteren Böden, die normalerweise nicht für den Ackerbau genutzt werden können. Außerdem ist sie extrem frosttolerant und überlebt Temperaturen bis zu minus 35 Grad.

Energiepflanzen: Alternative zu Raps und MaisAlternative zu konventionellen Energiepflanzen: Sida hermaphrodita. Die staudenartige Pflanze kann bis zu dreißig Jahre lang Biomasse liefern.
Copyright: Nicolai David Jablonowski, Forschungszentrum Jülich

Originalstudie:

Nicolai David Jablonowski et al., "Valorization of Sida (Sida hermaphrodita) biomass for multiple energy purposes", Global Change Biology Bioenergy (2016), DOI: 10.1111/gcbb.12346

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Pflanzenwissenschaften (IBG-2)

Mit JUNO auf der Jagd nach Neutrinos

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich sind Partner in einem Projekt zum Aufbau eines Neutrinodetektors im Süden Chinas. Mit den mehr als 18.000 Fotosensoren von JUNO ("Jiangmen Underground Neutrino Observatory") sollen Neutrinos aus unterschiedlichen Quellen nachgewiesen werden. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Stefan van Waasen vom Jülicher Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und dem Jülicher Institut für Kernphysik neue hochintegrierte Konzepte zu entwickeln, um die von den Fotosensoren erzeugte Datenflut effizient zu bearbeiten. Der Schlüssel hierfür ist ein neuartiges System direkt im Fotosensor, das die elektrischen Signale unmittelbar am Entstehungsort digitalisiert und mit verteilter Intelligenz entscheidet, wann die Daten ausgelesen werden und welche Daten wichtig sind.

Kern von JUNO ist ein riesiger unterirdischer Tank, gefüllt mit 20.000 Tonnen eines speziell dotierten Öls. Das erzeugt Licht, falls eines der gesuchten Elementarteilchen im Tank wechselwirkt. Die kugelförmigen, hoch sensiblen Fotosensoren mit einem Durchmesser von jeweils rund 50 Zentimetern beobachten kontinuierlich, was im Tank passiert. Jeder von ihnen ist in der Lage, einzelne Photonen – die Quanten des Lichts – nachzuweisen.

Neben dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH in der Jülich Aachen Research Alliance JARA sind aus Deutschland die TU München sowie die Universitäten Tübingen, Mainz und Hamburg an JUNO beteiligt. Etwa die Hälfte der 500 Forscher in dem Projekt kommt aus China.

Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik, Bereich Systeme der Elektronik (ZEA-2) mit der Arbeitsgruppe "Nano- und Mikroelektronische Systeme"

Institut für Kernphysik, Bereich Experimentelle Hadronendynamik (IEK-2)

Website von JUNO

Website der Jülich Aachen Research Alliance JARA

Vielzitierte Jülicher Hirnforscher

Nach einer Analyse der Fachzeitschrift Lab Times gehören Prof. Simon B. Eickhoff, Prof. Gereon R. Fink und Prof. Karl Zilles vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin zu den 30 meistzitierten Neurowissenschaftlern in Europa. Für die Anfang Februar veröffentlichte Studie wertete Lab Times Publikationen der Jahre 2007 bis 2013 aus. Ergebnis: Simon B. Eickhoff, Leiter der Arbeitsgruppe "Brain Network Modeling und Professor am Institut für Klinische Neurowissenschaften und Medizinische Psychologie der Uni Düsseldorf, erreicht mit 143 wissenschaftlichen Artikeln und 6891 Zitaten Platz 12. JARA-Seniorprofessor Karl Zilles kommt mit 133 Artikeln und 6259 Zitaten auf den 18. Platz. Gereon R. Fink, Leiter des Institutsbereichs Kognitive Neurowissenschaften und Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Uniklinik Köln, belegt mit 226 Beiträgen und 6251 Zitaten Platz 19.

Im europäischen Vergleich landen deutsche Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit 21.478 Artikeln und 511.286 Zitaten auf dem zweiten Platz. England führt die Liste an mit 18.680 Artikeln und 519.964 Zitaten.

Link zur Ausgabe 1/2016 von Lab Times

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1)

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Kognitive Neurowissenschaften (IEK-3)

Medien

Blogportal

Auf den Spuren von JEDI

"Knight Watch" ist der Name des neuen Jülicher Blogs von Volker Hejny, Wissenschaftler am Institut für Kernphysik und dort Mitarbeiter an der JEDI (Jülich Electric Dipole moment Investigations) Kollaboration. Die hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zur Lösung der Frage "Warum existieren wir überhaupt?" oder genauer "Warum gibt es fast ausschließlich Materie im Universum, aber nur wenig Antimaterie?" zu liefern. Dieser Blog begleitet die Arbeiten dazu und macht die Hintergründe etwas verständlicher.

Link zum Blog

Jülicher Institut für Kernphysik (IKP)

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:

Kolloquium zu intelligenten Radiopharmaka

15. März, 14-15.30 Uhr, Forschungszentrum Jülich, Großer Hörsaal
Neue Synthesestrategien für intelligente 18F-markierte radioaktive Diagnostika stellt am 15. März Prof. Bernd Neumaier vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin vor. Sie sind der Motor für die Entwicklung von intelligenten radioaktiven Arzneimitteln, mit denen krankhafte Prozesse im Körper auf molekularer Ebene präzise untersucht werden können.

Mehr Informationen

Pressekontakt

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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