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Kurznachrichten März 2017

Energie und Klima sind "Zukunftsthemen"

Die Helmholtz-Gemeinschaft baut ihre Energie- und Umweltforschung aus. Der Klimawandel und eine nachhaltige Energieversorgung gehören jetzt auch zur Reihe der "Zukunftsthemen" – Forschungsprojekte, die in den kommenden drei Jahren besonders gefördert werden. Aus dem Forschungszentrum Jülich sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Energie- und Klimaforschung sowie des Instituts für Agrosphärenforschung an den Projekten beteiligt.

Dabei erforscht das neue Projekt Erdsystemmodellierung (ESM) das Zusammenspiel von Boden, Ozean, Biosphäre, Atmosphäre und Eismassen und berücksichtigt dabei den menschlichen Einfluss. Ziel sind verbesserte Darstellungen und Prognosen des gekoppelten und integrierten Erdsystems. Damit sollen wesentliche Fortschritte bei der Lösung der globalen Umweltprobleme erreicht werden.

Wie ein umweltverträgliches, ressourceneffizientes, flexibles und gleichzeitig stabiles Energiesystem der Zukunft aufgebaut werden kann, untersucht das Projekt "Energiesystemintegration". Dabei geht es um das Zusammenwirken von Erzeugern, Speichermöglichkeiten, Transportsystemen und Verbrauchern. Die einzelnen Komponenten des Energiesystems müssen technologisch machbar sein und ökonomisch sinnvoll miteinander vernetzt werden.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Stratosphäre (IEK-7)

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE)

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft

Klimaforschung im Weltraumtest

Start geglückt: Im März schickte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit der schwedischen Raumfahrtbehörde SNSB von Kiruna aus zwei Forschungsraketen in den Weltraum. Mit an Bord von REXUS 21 und REXUS 22: fünf Experimente von Studierenden aus Deutschland, Schweden, Polen und Italien. Darunter war auch das Experiment "AtmoHIT" zur Klimaforschung, das Studierende in Kooperation mit dem Institut für Energie- und Klimaforschung sowie dem Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik des Forschungszentrums Jülich geplant hatten. Die Flüge der einstufigen Rakete dauerten etwa zehn Minuten; sie erreichten eine Höhe von rund 85 Kilometern.

Mit "AtmoHIT" (Atmospheric Heterodyne Interferometer Test) wurde unter Weltraumbedingungen ein neuartiges, extrem lichtstarkes Spektrometer zu Messung von Temperaturen in der mittleren Erdatmosphäre getestet. Mit den gewonnenen Daten werden Klimamodelle verbessert. Das "AtmoHIT"-Gerät ist so klein, das es mit geringem Aufwand größere Satelliten-Missionen ergänzen oder auf Nanosatelliten von wenigen Litern Volumen (sogenannten CubeSats) zum Einsatz kommen kann. Diese Satelliten können in Schwärmen ausgesetzt werden und die Erdatmosphäre in bisher unerreichter Auflösung vermessen.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Stratosphäre (IEK-7)

Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik, Bereich Engineering und Technologie (ZEA-1)

Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik, Bereich Systeme der Elektronik (ZEA-2)

Link zur Projektseite von "AtmoHIT"

Tagebau Garzweiler: Neues Gerät bestimmt Kohlequalität

Im Tagebau Garzweiler wird seit März ein Gerät getestet, das die Kohlequalität direkt auf dem Transportband bestimmt. In Zusammenarbeit mit der RWE Power AG untersuchte und bewertete Dr. Eric Mauerhofer vom Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich verschiedene Analysetechniken. Dabei überzeugte das Gerät eines australischen Herstellers, das nach der Prompte-Gamma-Neutronen-Aktivierungsanalyse arbeitet. Bei dieser Methode werden Atomkerne mit Neutronen angeregt, die dann Gammastrahlung emittieren, mit einer spezifischen Energie für jedes chemische Element. Diese wird dann mit einem geeigneten Detektor gemessen – anhand ihrer Intensität lässt sich die Zusammensetzung der Probe bestimmen.

Das etwa vier Tonnen schwere Gerät kommt im Kohlebunker des Tagebaus zum Einsatz. Bislang war es nur möglich, einen Teil der Kohle auf dem Förderband auf ihre Qualität hin zu untersuchen. Mithilfe des neuen Online-Analysators made in Australia kann die gesamte geförderte Kohle untersucht und entsprechend ihrer Qualität auf einzelne Kraftwerke verteilt werden.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit (IEK-6)

Pressemitteilung der RWE Power AG

Thomson Reuters: Forschungszentrum international stark

Das Forschungszentrum Jülich zählt zu den öffentlichen Forschungseinrichtungen, die weltweit am stärksten zur Förderung von Wissenschaft und Technologie beitragen. In einem vom Medienkonzern Thomson Reuters im März veröffentlichten Ranking der 25 innovativsten öffentlichen Forschungseinrichtungen belegt Jülich Platz 21. Grundlage des Rankings sind zehn Kriterien, die größtenteils mit Indikatoren für geistiges Eigentum arbeiten. Dazu gehören unter anderem die Anzahl von Patenten und die der wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Für das Ranking hatte der Medienkonzern weltweit mehr als 600 Wissenschaftseinrichtungen analysiert. Den ersten Platz belegen die Health & Human Services Laboratories in den USA. Fünf deutsche Forschungseinrichtungen kamen unter die ersten 25, Deutschland liegt damit gleichauf mit den USA.

Pressemitteilung von Thomson Reuters

Preisgekrönte Nachwuchsforscher

Auszeichnungen für zwei Nachwuchswissenschaftler des Peter Grünberg Instituts des Forschungszentrums Jülich: Sascha Brinker erhält für seine Abschlussarbeit den INNOMAG-Masterpreis 2017. Der Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Magnetismus jährlich vergeben. Die Arbeitsgemeinschaft Magnetismus ist ein Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Sektion kondensierte Materie (SKM), Fachverband Magnetismus (MA), der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM), des VDE Technisch-Wissenschaftlicher Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., der Energie-Technik Gesellschaft (ETG im VDE) sowie des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute e.V. (VDEH).

Dr. Manuel dos Santos Dias wurde in Anerkennung der hohen Qualität und Pünktlichkeit seiner Reviews für das "Journal of Physics: Condensed Matter" mit dem "Outstanding Reviewer Award" des Institute of Physics (IOP) ausgezeichnet. Das IOP ist der Hauptberufsverband für Physiker in Großbritannien und Irland und gehört zu den weltweit aktiven wissenschaftlichen Verbänden.

Peter Grünberg Institut, Bereich Quanten-Theorie der Materialien (PGI-1/IAS-1)

Weitere Auszeichnungen für Jülicher Exzellenzpreisträger

Dr. Stephan Wirths, Gewinner des Exzellenzpreises 2016 des Forschungszentrums Jülich, erhielt für seine Doktorarbeit zwei weitere Auszeichnungen. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) kürte sie zur besten Doktorarbeit in der Sektion kondensierte Materie (SKM). Das Institute of Physics (IOP) honorierte die Doktorarbeit mit dem "Nanotechnology Young Researcher Award".

Wirths entwickelte am Jülicher Peter Grünberg Institut einen Tieftemperatur-Wachstums-Prozess, um die Schichtqualität von Germanium-Zinn-Legierungen zu verbessern und diese für Nanoelektronik- und Laser-Bauelemente verwendbar zu machen. Im Zuge seiner Doktorarbeit entstand so der erste Germanium-Zinn-basierte Laser. Der Physiker forscht inzwischen als Postdoc bei "IBM Research" in Zürich.

Pressemitteilung zum Exzellenzpreis 2016

Pressemitteilung "Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung"

Peter Grünberg Institut, Bereich Halbleiter-Nanoelektronik (PGI-9)

Sicher durch die Unterwelt

Die aktuelle Ausgabe des Exascale-Newsletters des Forschungszentrums Jülich widmet sich dem Brandschutz in U-Bahnhöfen: Superrechner sollen vorhersagen, wie sich Rauchgase in den unterirdischen Komplexen ausbreiten, um auf der Basis dieser Informationen sichere Fluchtwege zu erschließen. Weitere Themen sind die Suche Jülicher Wissenschaftler nach der mysteriösen Dunklen Materie, eine Millionen-Förderung für Quantencomputer oder etwa der Besuch in einem virtuellen Stahl-Labor.

Den Exascale-Newsletter gibt es als Web-App für Desktop-PCs und mobile Endgeräte. Auf der Website des Forschungszentrums kann der Newsletter als PDF-Dokument heruntergeladen oder als gedruckte Version bestellt werden.

WebApp

PDF-Dokument und Druck

Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:

Kunst und Klima: Vortrag von Prof. Andreas Wahner im Ludwig Forum

12. April, Ludwig Forum, Aachen
Der Jülicher Klimaforscher Prof. Andreas Wahner spricht am 12. April im Ludwig Forum Aachen über "Die chemische Selbstreinigung der Atmosphäre: entscheidend für Luftqualität und Klima". Der Rahmen des Vortrags ist die Ausstellung "The Appearance of That Which Cannot Be Seen" des Fotografen Armin Linke. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Seit mehr als 20 Jahren dokumentiert Armin Linke in seinen Fotografien die tiefgreifenden Veränderungen der Zeitgeschichte. Ein Thema ist dabei der Klimawandel. Für die Ausstellung hat der Künstler sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen, aus seinem Bildarchiv mit inzwischen 20.000 Aufnahmen eine Auswahl zu treffen und mit ihm in einen Dialog zu treten. Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Juni im Ludwig Forum zu sehen.

Mehr Informationen zur Ausstellung

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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