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Kooperationen

Das Forschungszentrum Jülich arbeitet national und international mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammen – zum gemeinsamen Nutzen.
Zu den stärksten wissenschaftlichen und strategischen Partnern gehören die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), das französische Commissariat à l'Énergie Atomique et aux Énergies Alternatives (CEA), das Oak Ridge National Laboratory (ORNL) in den USA, das Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT) in Russland sowie die Chinese Academy of Sciences (CAS) in China.

Hochschulen

Mit der RWTH Aachen unterhält das Forschungszentrum Jülich seit 2007 die Jülich Aachen Research Alliance (JARA). JARA ist eine deutschlandweit einzigartige Kooperation einer Hochschule mit einer Forschungseinrichtung. Sie wird im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Das Forschungszentrum und die RWTH möchten mit JARA Synergieeffekte zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung schaffen. Die Themenschwerpunkte der sechs Sektionen sind: Energieforschung (JARA-ENERGY), Hirnforschung (JARA-BRAIN), Informationstechnologie (JARA-FIT), Simulationswissenschaften (JARA-SIM), physikalische Grundlagenforschung (JARA-FAME) sowie Forschung an weicher Materie (JARA-SOFT). Darüber beinhaltet die Kooperation gemeinsame Institute des Forschungszentrums und der RWTH, die innerhalb der JARA-Sektionen angesiedelt sind. Zunächst werden jeweils zwei JARA-Institute in den Sektionen JARA-FIT und JARA-BRAIN mit den Schwerpunkten Green IT und Hirnforschung gegründet.

Die Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich kooperieren in zahlreichen Projekten mit unterschiedlichen Hochschulen - immer dann, wenn die Expertisen sich optimal ergänzen. Starke Allianzen unterhält das Forschungszentrum neben JARA auch mit anderen regionalen Partnerhochschulen, insbesondere den rheinischen Universitäten in Bonn, Köln und Düsseldorf.

Im Rahmen der Research Alliance Cologne erarbeitet die Universität zu Köln mit ihren regionalen außeruniversitären Kooperationspartnern langfristige Perspektiven der themenübergreifenden Zusammenarbeit. Neben der gemeinsamen Strategieentwicklung ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein wichtiges Anliegen der Allianz. Das Forschungszentrum Jülich ist hier Mitglied.

Im Bioeconomy Science Center (BioSC) bündeln die RWTH Aachen, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Friedrich-Wilhelms Universität Bonn und das Forschungszentrum Jülich ihre Forschungsaktivitäten in der Bioökonomie. In dem Kompetenzzentrum entwickeln die Partner integrative Lösungsansätze, um Biomasse nachhaltig produzieren und im Rahmen einer biobasierten Wertschöpfungskette verarbeiten zu können.

Das Forschungszentrum Jülich ist mit den umliegenden Universitäten eng vernetzt. Nachwuchswissenschaftler können daher von systematisch aufgebauten Doktorandenprogrammen profitieren.

Graduiertenschulen

Die German Research School for Simulation Sciences (GRS) bietet als gemeinsame Bildungs- und Forschungseinrichtung von RWTH Aachen und Forschungszentrum Jülich Studierenden und Doktoranden eine hervorragende akademische Ausbildung im Bereich der Simulationswissenschaften.

Mit der HITEC Graduate School for Energy and Climate ermöglicht das Forschungszentrum Jülich Doktoranden die Bearbeitung interdisziplinärer Fragestellungen in der Energie- und Klimaforschung. Partneruniversitäten sind die RWTH Aachen, die Ruhr-Universität Bochum, die Universität zu Köln, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und die Bergische Universität Wuppertal.

Die International Helmholtz Research School of Biophysics and Soft Matter (IHRS BioSoft) verbindet die Forschungsdisziplinen der Biologie, Chemie und Physik zur Forschung an biophysikalischen Fragen und der Soft Matter. Den Doktoranden wird gemeinsam mit den Hochschulpartnern in Köln und Düsseldorf sowie dem caesar Bonn ein interdisziplinäres Umfeld für ihre Forschung geboten.

Gemeinsam mit der Universität Maastricht in den Niederlanden unterhält das Forschungszentrum Jülich ein Exzellenz-Zentrum für bildgebende Verfahren in der Hirnforschung, speziell für Ultra-Hochfeld-Magnetresonanztomografie.

Weitere Informationen:

JARA
Forschungsallianz Köln
Doktorandenausbildung mit Jülicher Beteiligung

Helmholtz-Institute

Im Bereich der Energieforschung kooperiert das Forschungszentrum im Rahmen von zwei Helmholtz-Instituten mit anderen Einrichtungen. Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI ERN) ist eine Außenstelle von Jülich, die das Forschungszentrum in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie unterhält. Ziel der der gemeinsamen Forschung ist die Entwicklung von neuen Materialien sowohl für die Umwandlung als auch für die Speicherung von Energie aus erneuerbaren Quellen.
Das Helmholtz-Institut Münster (HI MS), das Jülich gemeinsam mit der Universität Münster und der RWTH Aachen gegründet hat, soll die Batterieforschung vorantreiben und sich speziell der Untersuchung von Elektrolyten widmen. Das HI MS ist ebenfalls eine dauerhafte Außenstelle des Forschungszentrums. Beide Außenstellen sind in das Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums integriert.

Weitere Informationen:

Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI ERN)
Helmholtz-Institut Münster (HI MS)

Europäische Forschungsinfrastrukturen

Große und komplexe Forschungsvorhaben und Forschungsinfrastrukturen sind in immer höherem Maße nur noch im europäischen Rahmen und darüber hinaus realisierbar. Daher engagiert sich Jülich in entsprechenden Maßnahmen und Projekten – in den Bereichen Supercomputing, der Forschung mit Neutronen, der Klimaforschung, der Bioökonomie oder der Hirnforschung.
Auf europäischer Ebene verfolgt Jülich im Verbund PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe) das Ziel, Europa als weltweit führenden Standort für High-Performance-Computing zu etablieren.

Gemeinsam mit dem GSI Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt arbeitet Jülich an der Konstruktion des neuen internationalen Beschleunigerzentrums FAIR, der Facility for Antiproton and Ion Research. FAIR soll Forschern aus aller Welt neue Einblicke in den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums ermöglichen.

Die Untersuchung klimarelevanter Prozesse in der Atmosphäre ist Gegenstand des Forschungsprojekts IAGOS (In-service Aircraft for a Global Observing System). Unter Federführung des Forschungszentrums bündelt das Projekt die Expertise von Partnern aus Forschung, Wettervorhersage, Luftfahrtindustrie und Luftfahrtgesellschaften, um ein weltweit einzigartiges Instrument zur globalen Erdbeobachtung aufzubauen.

Im von der EU geförderten Human Brain Project erforschen Wissenschaftler das menschliche Gehirn, um es in seiner Komplexität besser zu verstehen und seine Funktionalität auf dem Computer nachzubilden. Dies ist nicht nur für das Verständnis und Therapiemöglichkeiten von Hirnerkrankungen relevant; die neuen Erkenntnisse könnten auch neue Impulse für die Informationstechnologie geben.

Weitere Informationen:

Informationen zu weiteren Plattformen sowie Instrumenten

Internationale Kooperationen

Das französische Commissariat à l'Énergie Atomique et aux Énergies Alternatives und das Forschungszentrum Jülich verbindet eine langjährige Partnerschaft, deren ideelle Wurzeln bis zu dem 1963 unterzeichneten Élysée-Vertrag zurückreichen, welcher unter anderem die Aufstellung gemeinsamer Forschungsprogramme festlegte. Heutige Schwerpunkte der Kooperation liegen in den Bereichen Supercomputing, Strukturbiologie, Nukleare Sicherheitsforschung sowie Neurowissenschaften und Erneuerbare Energien.

Das zurzeit weltweit führende Zentrum für die Forschung mit Neutronen ist das Institut Laue-Langevin (ILL) mit dem flussstärksten Reaktor und der breitesten Instrumentierung. In Zusammenarbeit mit dem CEA betreiben die Jülicher Wissenschaftler drei Instrumente und sind an weiteren beteiligt.

Am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) in den USA ist das Forschungszentrum Jülich mit einer Außenstelle vertreten und betreibt dort ein Neutronenspektrometer an der Spallations-Neutronenquelle. Im Oktober 2014 wurde das bestehende Memorandum of Understanding mit dem ORNL um weitere fünf Jahre verlängert. Ziel ist die Förderung bestehender Kooperationen im Bereich der Neutronen- und Energieforschung sowie die Entwicklung einer engeren wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit. Weitere wichtige Kooperationen unterhält das Forschungszentrum mit führenden Einrichtungen in China, wo es unter anderem mit der Chinese Academy of Sciences (CAS) zusammenarbeitet sowie mit der Universität Peking und der Fudan Universität in Shanghai.

Mit dem Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT) in Russland kooperiert Jülich in den Forschungsbereichen Lebenswissenschaften, weiche Materie, Festkörperforschung, Kernphysik und Umweltforschung. Energie und Klima sind Forschungsschwerpunkte der Kooperation zwischen dem Forschungszentrum und dem Moscow State Engineering Physics Institute (MEPhl).

In Indien hat das Forschungszentrum Jülich eine Repräsentanz in Neu-Delhi. Sie bündelt bestehende Indienaktivitäten einzelner Jülicher Institute und ermöglicht durch eine kontinuierliche Präsenz vor Ort den Aufbau langfristiger Kooperationen mit Partnern in Wissenschaft, Forschung sowie Wirtschaft und unterstützt bei der Akquise von exzellentem wissenschaftlichen Nachwuchs.

In Brasilien führte die enge Zusammenarbeit mit EMBRAPA – der Organisation, die die brasilianische Agrarforschung koordiniert – zur Gründung eines externen EMBRAPA-Labors in Jülich (Labex); umgekehrt hat das Forschungszentrum eine Außenstelle des Institutsbereichs Instituts für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Pflanzenforschung (IBG-2) in Brasilien aufgebaut.

Industrie

Das Forschungszentrum Jülich arbeitet mit einer Vielzahl von Firmen zusammen, um einzigartige Geräte und Methoden zu entwickeln, die in der Forschung selbst eingesetzt werden, wie Supercomputer, das Elektronenmikroskop PICO oder der 9,4-Tesla-MR-PET-Hybrid-Scanner für die Hirnforschung. Firmen sind aber auch Partner im Technologietransfer, wenn es darum geht, wissenschaftliche Erkenntnisse aus Jülich die breite Anwendung zu überführen.

So pflegen IBM und das Forschungszentrum eine langjährige Partnerschaft im Bereich des Supercomputings, über die Entwicklung und Installation mehrerer Rechnergenerationen hinweg. Mit NVIDIA betreibt das Forschungszentrum Jülich seit 2012 das analog ausgerichtete NVIDIA Application Lab. Siemens Medical Solutions ist langjähriger Partner bei der Entwicklung von Spezialinstrumenten und bildgebenden Verfahren für die Hirnforschung, um nur einige Beispiele zu nennen.

Zusatzinformationen

Rat für Informations-Infrastrukturen

Der 2014 gegründete Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) hat die Aufgabe, Empfehlungen für die weitere Entwicklung und den Ausbau der digitalen Infrastrukturen von Bildung und Wissenschaft in der Bundesrepublik zu erarbeiten. Eines seiner 24 Mitglieder, die ehrenamtlich tätig sind und aus unterschiedlichen Disziplinen, Einrichtungen und Institutionen kommen, ist Prof. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.


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