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Keramikkugelfund bei Kanalarbeiten

Zu der Berichterstattung betreffend Kugelfund bei Kanalarbeiten

Jülich, 23. Dezember 2011 - Die Kanalarbeiten begannen Anfang Oktober 2011. Insgesamt wurden am 10.10.2011 eine Grafitkugel (Durchmesser ca. 6 cm), eine Keramikkugel (Durchmesser ca. 6 cm) sowie 17 Keramikkugeln (Durchmesser ca. 3 cm) im Erdreich gefunden.

Alle diese Kugeln wurden sowohl am Fundort als auch später im Labor auf Radioaktivität überprüft. Radioaktivität konnte an keiner dieser Kugeln nachgewiesen werden. Grundsätzlich wird bei allen Kugelfunden so verfahren, dass stets zunächst orientierende Messungen am Fundort durchgeführt werden und nachfolgend im Labor genauere Messungen erfolgen.

In den 1960-er und 1970-er Jahren wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung des gasgekühlten Kugelhaufenreaktors zahlreiche Untersuchungen mit Kugeln ohne jegliche Radioaktivität (Grafit- und Keramikkugeln) durchgeführt, die einzig das Ziel hatten, das mechanische Verhalten von Kugelschüttungen unter verschiedenen Bedingungen zu untersuchen. Bei diesen Experimenten wurden zehntausende Grafit- und Keramikkugeln ohne jegliche Radioaktivität eingesetzt und die Experimente wurden daher außerhalb von Kontrollbereichen durchgeführt. Da die eingesetzten Kugeln frei von radiaktiven Stoffen oder anderen Schadstoffen waren, unterlagen sie keiner besonderen Kontrolle und Überwachung.

Nach Beendigung der Versuche galten Keramik - und Grafitkugeln als Abfallstoffe und wurden im Zuge von Bauarbeiten Sand als zusätzliches Füllmaterial beigemischt. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Kugeln bei Erdarbeiten, insbesondere in der näheren Umgebung solcher Experimente, ins Erdreich eingebracht wurden. Dass es sich dabei um radioaktive Kugeln handelt, kann ausgeschlossen werden, da alle radioaktiven Stoffe einer besonderen Überwachung und Zugangskontrolle unterliegen.


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