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Nachwuchsförderung entlang der gesamten Bildungskette

Von besonderer Bedeutung für das Gewinnen neuer Erkenntnisse, die Entwicklung innovativer Ideen und das Weitertragen des Wissens in die Zukunft sind junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie gut ausgebildete Fachkräfte. Weltweite Kontakte, vernetztes Arbeiten, autonome Forschung, eine hervorragende Infrastruktur und eine gute Betreuung durch erfahrene Wissenschaftler schaffen die kreative Atmosphäre, die das Forschungszentrum attraktiv für Nachwuchs macht.

Um junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern, setzt Jülich bereits früh an. Unter dem Dach "juelich_horizons" bietet das Forschungszentrum entlang der gesamten Bildungskette vielfältige Angebote und Perspektiven. Sie zielen darauf, in allen Bildungs-, Ausbildungs- und Karrierestufen Exzellenz zu fördern und zu ermöglichen sowie im internationalen Wettbewerb die besten Köpfe von morgen zu gewinnen und zu halten. Das Nachwuchsdach umfasst vier Bereiche.

Ein besonderes Gepräge Jülichs, von dem Nachwuchskräfte profitieren können, besteht in der multiprogrammatischen Ausrichtung des Forschungszentrums und seiner engen Zusammenarbeit sowohl mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, als auch mit der Industrie und Förderorganisationen. Darüber hinaus misst das Forschungszentrum der Chancengleichheit in allen Qualifikations- und Ausbildungsphasen einen hohen Stellenwert zu.

Das Nachwuchsdach umfasst vier Bereiche: juelich_impulse spricht Kinder und Jugendliche ab dem Kindergartenalter über alle Schulformen hinweg an. juelich_tracks richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene in der Ausbildungs- und frühen Erwerbstätigkeitsphase. juelich_chances adressiert Studierende und Graduierte aus dem In- und Ausland. juelich_heads zielt auf herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in der Postdoc-Phase.

Kinder und Jugendliche früh für Wissenschaft begeistern: juelich_impulse

Jährlich besuchen rund 4.500 Kinder und Jugendliche das Forschungszentrum: Im Rahmen von Schulklassenbesuchen erleben sie die Faszination Forschung in den Instituten oder nutzen die Angebote des Jülicher Schülerlabors JuLab. Dabei steht das eigene Experimentieren im Mittelpunkt.

Kinder am JuLabCopyright: Forschungszentrum Jülich

Rund 320 Schülerinnen und Schüler erhalten darüber hinaus pro Jahr im Rahmen eines Praktikums an Instituten und Geschäftsbereichen erste Einblicke in die Berufswelt auf dem Campus. Mit den "Girls Days", mit besonderen Kooperationen, wie mit dem Mädchengymnasium Jülich, sowie mit dem "Mädchen und Technik-Tag" soll das Potenzial von Mädchen und jungen Frauen für die sogenannten MINT-Fächer genutzt werden – also für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Das JuLab ist zudem Gastgeber des jährlichen "Jugend forscht"­-Regionalausscheids und engagiert sich mit Ferienschulen für besonders interessierte und begabte Kinder und Jugendliche. Hiermit leistet das Forschungszentrum einen wichtigen Beitrag zur Exzellenzförderung bei Kindern und Jugendlichen.

Zukünftig wird die Jülicher Nachwuchsarbeit verstärkt auch Kinder aus dem Kindergarten- und Grundschulbereich in den Blick nehmen. Aktuelle entwicklungspsychologische Studien zeigen, dass wichtige Bildungsimpulse in der frühen Kindheit gesetzt werden. Bereits Kleinkinder und Vorschulkinder entwickeln mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen, die es frühzeitig zu fördern gilt.

Der schrittweise Ausbau der betriebsnahen Kindertagesstätte trägt dieser Tatsache Rechnung. Er wird als erstes Modul in der Jülicher Bildungskette konzipiert, eine Anbindung an das pädagogisch-didaktische Konzept des "Haus der Kleinen Forscher" wird angestrebt. Der Kindergarten soll zudem eng mit dem JuLab verzahnt werden und so einen gleitenden Übergang zu den erfolgreichen Aktivitäten des Schülerlabors schaffen.

Ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Bildungsbiographie junger Frauen und Männer stellt die Phase der beruflichen Orientierung dar. Unter dem Motto "Talente erkennen, Weichenstellungen begleiten" bietet das Forschungszentrum vielfältige Berufsorientierungsangebote. Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 sowie 10 bis 12 bzw. 13, die sich für naturwissenschaftlich-technische Fächer interessieren. Sie bekommen die Möglichkeit, sich am Forschungszentrum gezielt mit ausgewählten wissenschaftlichen Themen sowie Inhalten verschiedener Berufsfelder auseinanderzusetzen. Dieses Angebot, das auch Gesichtspunkte der Chancengleichheit berücksichtigt, gestalten das JuLab und die Zentrale Berufsausbildung gemeinsam mit Instituten und geeigneten Geschäftsbereichen.

Teil dieser Angebote ist das neue Jülicher Konzept für Berufsfindungspraktika "JuBoP". Damit werden neue, flexible Orientierungsangebote eröffnet. Die Praktikumsdauer reicht von einigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen und kann schulbegleitend oder am Stück gestaltet werden. Je nach Wunsch sind Einblicke in ein ganzes Berufsfeld oder einen konkreten Ausbildungsberuf möglich, um individuelle Neigungen und Karriereperspektiven zu prüfen. Allen Praktikumsformen ist gemeinsam, dass sie ein persönliches Beratungsgespräch zum Ende des Praktikums und ein Bewerbungstraining beinhalten.

Mehr Informationen:

Schülerlabor JuLab

Büro für Chancengleichheit

Berufsausbildung und Duales Studium mit Perspektive: juelich_tracks

In der beruflichen Erstausbildung ist das Forschungszentrum überaus erfolgreich und ein wichtiger und gut vernetzter Partner in der Region. Seit seiner Gründung hat das Forschungszentrum über 4.600 junge Menschen ausgebildet und einen guten Grundstein für ihre persönliche Entwicklung und berufliche Zukunft gelegt. Gleichzeitig sichert Jülich so seinen Bedarf an motivierten und hochspezialisierten Fachkräften.

Azubis verschiedener Berufe am ForschungszentrumCopyright: Forschungszentrum Jülich

Aktuell gibt es über 330 Auszubildende in 25 verschiedenen Berufen, davon zählen 22 zum naturwissenschaftlich bzw. gewerblich-technischen Bereich. Seit 2013 bieten die RWTH Aachen und das Forschungszentrum in JARA, der Jülich Aachen Research Alliance, eine Verbundausbildung für Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme an und sind somit Vorreiter bei der Etablierung innovativer Ausbildungsstrukturen in Wissenschaftsorganisationen. Für die Qualität der Ausbildung spricht, dass viele Auszubildende mit weit überdurchschnittlichem Erfolg abschließen. 2012 gehörten vier wiederum zu den besten Auszubildenden der Bundesrepublik und wurden in einem Festakt durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ausgezeichnet.

Etwa ein Drittel der Jülicher Auszubildenden verfolgt ein duales Studium: Die praktische Ausbildung zur IHK-Fachkraft findet in der Regel am Forschungszentrum statt, der wissenschaftlich-theoretische Teil, der zum Bachelor-Abschluss führt, meist an einer Hochschule. Beide Elemente sind intensiv miteinander verzahnt. Derzeit werden im Forschungszentrum duale Studiengänge in den sechs Bereichen Wissenschaftliches Programmieren, Angewandte Chemie, Physikingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Betriebswirtschaft angeboten. Zusammen mit der Fachhochschule Heerlen wird zudem den Biologie- und Chemielaboranten ein verkürztes berufsbegleitendes Studium angeboten, und so erstmals die hochwertige Jülicher Ausbildung grenzübergreifend aufgestellt.

Seit 2011 gibt es in der Bundesrepublik mehr Lehrstellen als Bewerber. Für das Forschungszentrum Jülich bedeutet dies, dass es seine überregionale und internationale Nachwuchsgewinnung intensivieren und ein proaktives Recruiting und Ausbildungsmarketing betreiben muss, um geeignete Bewerber zu finden und seinen exzellenten Ausbildungsstandard halten zu können. Insbesondere die Vernetzung der Ausbildung im Euregio-Raum, etwa durch Austauschprogramme oder die Teilnahme an internationalen Ausbildungswettbewerben spielen eine wichtige Rolle. Wesentlich für die Qualität der Berufsausbildung ist zudem die kontinuierliche Schulung der Ausbilderinnen und Ausbilder. Spezielle Programme zielen darauf ab, neue Methoden der Wissensvermittlung vorzustellen, Kenntnisse aufzufrischen und Führungskompetenzen zu entwickeln.

Auch methodisch beschreitet das Forschungszentrum neue Wege und etabliert flankierend zu einer intensiven persönlichen Betreuung und bestehenden Angeboten ein Online-Kurssystem. Dieses ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen; sowie eine individuelle Förderung.

Mehr Informationen:

Berufsausbildungsseiten des Forschungszentrums

Facebook-Auftritt der Berufsausbildung

Studium und Dissertation als Karrieresprungbrett: juelich_chances

Studenten und Doktoranden erhalten in Jülich schon früh die Möglichkeit, an interessanten Projekten zu forschen und zu arbeiten um so zu gefragten Spezialisten und Fachkräften heranzuwachsen. Zahlreiche Institute betreuen Studentinnen und Studenten – etwa im Rahmen von Praktika oder auch längerfristig im praktischen Teil der Studienabschlussarbeiten. Über Förderprogramme werden internationale Studierende nach Jülich geholt und können sich schon früh ein Bild vom Leben und Arbeiten in einem forschungsintensiven Umfeld machen. Im Rahmen des China Scholarship Council-Stipendienprogramms (CSC) kommen jährlich 10 bis 15 Doktorandinnen und Doktoranden oder Postdocs für einen halb- bis vierjährigen Aufenthalt ans Forschungszentrum. DAAD-RISE ermöglicht jährlich rund 10 Studierenden aus Nordamerika oder Großbritannien einen bis zu drei Monate dauernden Aufenthalt in den Instituten. Ferienschulen, beispielsweise die seit über 45 Jahren stattfindende IFF-Ferienschule, vertiefen Kooperationen zu Forschungseinrichtungen und ermöglichen individuelle Kontakte. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kehren für einen späteren Karriereabschnitt wieder nach Jülich zurück.

Bei der Ausbildung und Betreuung von Doktoranden arbeiten das Forschungszentrum und die Universitäten eng und partnerschaftlich zusammen. Im Laufe des Jahres 2013 waren knapp 900 Doktorandinnen und Doktoranden am Forschungszentrum, darunter rd. 35% Frauen, tätig. Knapp ein Drittel aller Graduierten sind internationale Nachwuchs­wissen­schaftlerinnen und -wissenschaftler.

Dank verlässlicher Rahmenbedingungen und strukturierter Ausbildungsangebote schließt ein Großteil der Doktorandinnen und Doktoranden in der vorgesehenen Regelzeit ab: Neben einer intensiven fachlichen Betreuung in den Instituten profitieren die Nachwuchskräfte durch eine enge Begleitung ihres Forschungsprojekts durch den Doktorandenausschuss. Fachspezifische und überfachliche Ausbildungsangebote werden zudem von Graduiertenkollegs und -schulen angeboten. Die German Research School for Simulation Sciences (GRS) bietet Studierenden und Promovierenden die Möglichkeit, die Grundlagen der Simulationswissenschaften zu erlernen und Spitzenforschung zu betreiben. Das Helmholtz-Kolleg BioSoft bietet ausgezeichnete Möglichkeiten für Doktorarbeiten im Grenzbereich von Biologie, Chemie und Physik. Die Helmholtz-Graduiertenschule HITEC, die nahezu alle Doktorandinnen und Doktoranden des Energie- und Umweltbereichs umfasst, vermittelt neben fachlichen Inhalten auch Kenntnisse zur Vermittlung wissenschaftlicher Themen wie Präsentationstechniken oder zum Wissenschaftlichen Texten.

Weitere Informationen:

zur Doktorandenförderung

Graduiertenschulen, an denen das Forschungszentrum Jülich beteiligt ist

Studium Universale - Initiative der Doktoranden in Jülich

Unternehmensentwicklung des Forschungszentrums Jülich

Führungskräfte für Wissenschaft, Industrie und Forschungsmanagement: juelich_heads

Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler in der Postdoc-Phase werden individuell, in enger Zusammenarbeit zwischen den Instituten und Hochschulen gefördert. Zentral koordinierte Fördermaßnahmen, die unter "juelich_heads" zusammengefasst sind, unterstützen exzellente Köpfe darin, Karrierewege aktiv zu planen.

Insgesamt gab es zum 31.12.2013 im Forschungszentrum 278 Postdocs, davon 73 Frauen. Verschiedene Post-Doc-Programme zielen mit Hilfe einer zwei- bis dreijährigen Individualförderung darauf ab, nach einer vielversprechenden Promotion wissenschaftliche Exzellenz weiter auszubauen. Besonders gefördert wird der internationale Austausch, der oftmals eine wichtige Ausgangsbasis für weitere Karriereschritte ist. In der dritten Runde des Helmholtz Postdoc-Programms waren alle vier eingereichten Jülicher Vorschläge erfolgreich. Insgesamt wurden Helmholtz-weit 19 Vorhaben gefördert.

International herausragende Postdocs erhalten in Jülich die Möglichkeit, eine eigene Nachwuchsgruppe aufzubauen. Am Anfang stehen hochkompetitive, mehrstufige Auswahlverfahren. Im Jahr 2014 bestehen im Forschungszentrum 24 Nachwuchsgruppen, von denen insgesamt elf Leiterinnen und Leiter eine Juniorprofessur innehaben. Neun Jülicher Nachwuchsgruppen werden von Frauen geleitet. Das Forschungszentrum unterstützt diese herausragenden Nachwuchsforscher mit Services und Angeboten von Info-Lunches über Trainings bis hin zu individuellen Unterstützungsmaßnahmen.

Im wissenschaftlichen Nachwuchsbereich sind Kooperationen mit universitären und außeruniversitären Partnern in Jülich gelebte Praxis. Hierfür steht in erster Linie JARA, die Aachen Jülich Research Alliance zwischen der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum. Auch die stärkere Vernetzung mit weiteren umliegenden Universitäten sowie die Förderung internationaler Partnerschaften bei der gemeinsamen Ausbildung und Qualifikation möchte Jülich konsequent weiter verfolgen und ausbauen.

Künftig werden verstärkt Partner auch aus Bereichen außerhalb der Wissenschaft gesucht, um gemeinsame Programme zu entwickeln, die weitere Karriereoptionen aufzeigen und die Mobilität in und aus anderen wissenschaftsrelevanten Arbeitsbereichen strukturiert zu fördern. Zu den schon heute erfolgreichen Aktivitäten gehören Ausgründungen.

Weitere Informationen:

Jülicher Exzellenzpreis

Ausschreibung zum Jülicher Exzellenzpreis

Nachwuchsgruppen des Forschungszentrums

Unternehmensentwicklung des Forschungszentrums Jülich

Zusatzinformationen

Miteinander verzahnt sind die verschiedenen Elemente in Jülich Horizons, der Nachwuchsförderung des Forschungszentrums Jülich.

Resonator - Bild: Der Resonator von Holger Klein/Helmholtz-Gemeinschaft (CC-BY-3.0: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de)

Podcast: Schülerlabore

In echter Forschungsumgebung Spaß am Experimentieren haben, aus Fehlern lernen können ohne benotet zu werden und die eigenen Grenzen kennenlernen: das macht nach Karl Sobotta moderne Schülerlabore aus. Holger Klein hat den Leiter des Jülicher Schülerlabors "JuLab" besucht und ihn für Folge 59 des Wissenschafts­podcasts "Der Resonator" interviewt
(1 Stunde 04 Minuten).


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