Hyca Heat: Hybride Prozesswärme für eine emissionsarme Industrie
Hyca Heat: Hybride Prozesswärme für eine emissionsarme Industrie
Prozesswärme ist das Rückgrat der Industrie und verursacht einen großen Anteil am Energieverbrauch und an den CO₂-Emissionen. Forschende des Forschungszentrums Jülich gestalten mit Hyca Heat eine hybride Prozesswärmelösung, die Strom, Erdgas und Wasserstoff flexibel nutzt und so Kosten reduziert.
Spitzenforschung trifft Praxis
Dieses Thema ist Teil der Präsentation des Forschungszentrums Jülich auf der HANNOVER MESSE 2026. Allgemeine Informationen zum Messeauftritt, zu den präsentierten Projekten und zum Stand des Forschungszentrums Jülich finden Sie auf der zentralen Landingpage zur Messe.
Rund 50 Prozent des industriellen Energiebedarfs entfallen auf Prozesswärme, gleichzeitig verursacht sie etwa 20 Prozent der globalen CO₂-Emissionen. Der Anteil erneuerbarer Energien liegt bislang nur bei etwa sechs Prozent. Forschende des Forschungszentrums Jülich entwickeln mit Hyca Heat eine zukunftssichere Industrieheizung zur Emissions- und Kostenreduktion. Ziel ist es, Prozesswärme flexibler bereitzustellen und die Energiewende auf der Verbraucherseite zu unterstützen.
Die Technologie basiert auf hybriden Prozesswärmeanlagen mit intelligentem Controller. In einer Anlage können Strom, Erdgas und Wasserstoff genutzt werden. Das System schaltet automatisch auf die jeweils kostengünstigste oder emissionsärmste Energiequelle um und ermöglicht einen flexiblen Temperaturbereich bis zu 1000 Grad Celsius.
Copyright: Forschungszentrum Jülich/Bernd Nörig
Das System ist darauf ausgelegt, industrielle Wärmeversorgung effizienter und flexibler zu machen. Neben einer möglichen Emissionsreduktion von bis zu 100 Prozent sind laut Konzept auch Kostensenkungen von bis zu 40 Prozent möglich. Damit trägt Hyca Heat zur Planungssicherheit und Resilienz in der industriellen Energieversorgung bei.