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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
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Positronenemissionstomographie (PET)

Bei der Positronenemissionstomographie (PET) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt und zur Darstellung von Molekülen und Stoffwechselvorgängen genutzt wird. Dabei werden schwach radioaktiv markierte Substanzen als molekulare Sonden (Tracer, Radioliganden) in die Blutbahn injiziert. Diese Sonden sind chemisch so aufgebaut, dass sie spezifisch an bestimmte Proteinbausteine binden bzw. am Stoffwechsel des Körpers teilnehmen und somit biochemische und physiologische Funktionen abbilden. Die Radiotracer werden allerdings in so geringen Dosen injiziert, dass sie keine pharmakologischen Wirkungen erzielen. Mithilfe der schwachen radioaktiven Strahlung kann die Verteilung der molekularen Sonden mittels eines Positronenemissionstomographen sichtbar gemacht werden (siehe Abbildung 1).

PET-Bild

Abb.1: PET-Bild mit dem adenosinergen Radioliganen [18F]CPFPX.

Wir setzen die PET bei neuropsychiatrischen Forschungsvorhaben ein. Unser klinisches Hauptinteresse gilt hierbei der frühzeitigen Diagnostik neuropsychiatrischer Erkrankungen (z. B. M. Schizophrenie). Ziel dieser Entwicklungen soll eine sichere Erkennung dieser Erkrankungen in einem sehr frühen Stadium sein, um eine gezielte Therapie frühzeitig einleiten zu können.

Ferner interessieren wir uns für die Erforschung des Schlafs mit seinen physiologischen und pathologischen Regulationsmechanismen sowie für die Wirkung von Koffein auf das Zentralnervensystem.

Zur optimalen Nutzung der PET für die klinische Forschung ist eine Auswertung der Daten auf hohem methodischem Niveau erforderlich. Daher gehören die mathematische Modellierung pharmakokinetischer Vorgänge sowie die quantitative Datenauswertung zum Kernbestand unserer methodischen Arbeiten. Des Weiteren verfügt die Arbeitsgruppe über Kompetenzen in der Analytik von Radiotracern und deren Metaboliten. Es besteht eine enge Kooperation mit dem nuklearchemischen Institut INM-5.

Abb. 2: Positronenemissionstomograph im Forschungszentrum Jülich

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