Zeppelin-Messkampagne gestartet

Derzeit erfolgt eine zweiwöchige Zeppelin-Messkampagne über Nordrhein-Westfalen. Vom Luftschiffhangar am Flughafen Essen/Mülheim aus wird ein Zeppelin NT als fliegende Forschungsplattform für hochpräzise Atmosphärenmessungen eingesetzt. Mit an Bord, vom ITE entwickelte und gebaute Messysteme. Gemeinsam verbinden die beteiligten Institute ihre Kompetenzen aus Atmosphärenforschung, Pflanzenforschung, Messtechnik und Ingenieurwissenschaften, um komplexe Umweltprozesse aus der Luft und am Boden zu untersuchen.

Technische Herausforderungen

Die komplexen Messsysteme bestehen entweder aus kommerziellen Instrumenten, die nicht für den Flug ausgelegt sind und für diese Umgebungsbedingungen erst ertüchtigt werden müssen oder aus eigenentwickelten Systemen, die normalerweise größer sind, und für den kleinen zur Verfügung stehenden Raum angepasst werden müssen. Technische Herausforderungen ergeben sich u.a. durch hohe Sicherheitsvorschriften und instrumentenspezifische Anforderungen, die die konstruktive Auslegung der Messsysteme innerhalb der Zeppelin-Racks beeinflussen. Zahlreiche mechanische Simulationen wurden durchgeführt, um die beste strukturelle Verbindung in Notlandesituationen und bei Beschleunigungen von bis zu 3g zu ermitteln, wobei ein Leichtbau-Design und der enge, begrenzte Bauraum im Fokus standen. Vibrationsdämpfende Isolatoren für bestimmte Komponenten der Instrumente gewährleisten stabile Messungen und widerstehen gleichzeitig den g-Kräften.

Weitere Informationen: https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2026/fuer-klima-und-umweltforschung-zeppelin-messkampagne-gestartet und im Bericht der Lokalzeit (ab Minute 7:00)

Quelle Vorschaubild: Forschungszentrum Jülich / Sascha Kreklau

Letzte Änderung: 11.08.2026