Die letzten Kernkraftwerke wurden in Deutschland 2023 vom Netz genommen. Lösungen für den Rückbau sowie die Entsorgung der dabei angefallenen radioaktiven Abfälle sind auch in den nächsten Jahrzehnten erforderlich. Da Kernenergie auch in Zukunft in den europäischen Nachbarstaaten eingesetzt werden wird, ist es weiterhin notwendig, dass Deutschland über Kompetenzen zur Reaktorsicherheit verfügt. Vor diesem Hintergrund werden im IFN-2 Forschungsarbeiten für die sichere Entsorgung insbesondere hochradioaktiver Abfälle und ausgewählte Themen der Reaktorsicherheit, sowie zur internationalen Kernmaterialüberwachung durchgeführt. Hierzu werden experimentelle Arbeiten und Simulationen integriert. Dazu betreiben wir radiochemische Labors und profitieren von der ausgezeichneten Computerinfrastruktur des Forschungszentrums Jülich. Unsere Aktivitäten sind Bestandteil des Forschungsprogramms NUSAFE (Nukleare Entsorgung und Sicherheit) der Helmholtz Gemeinschaft und werden durch komplementäre nationale und internationale Forschungsprojekte ergänzt. Dabei ist uns die Ausbildung der nächsten Generation von Fachleuten ein wichtiges Anliegen. Hierzu verstärken Doktoranden und junge Post-Doktoranden unser Team.
Institutsleitung: Prof. Dirk Bosbach
