
DryHy
Wasserbewusste Erzeugung von Wasserstoff und e-Fuels in trockenen Regionen
Kontaktperson
Dr. Victor Selmert
PostDoc & DryHy Project Coordinator
Gebäude 01.3z / Raum 4006
+49 2461/61-96759
E-MailIm Rahmen der Energiewende nehmen innovative Technologien wie auch globale Energie- und Forschungspartnerschaften eine Schlüsselrolle ein. Um die energie- und klimapolitischen Ziele einer Emissionsreduktion und Schonung fossiler Energiereserven zu erreichen, ist die Überführung neuer Technologien von der Forschung in die Anwendung erforderlich. Insbesondere Wasserstofftechnologien wie auch Prozesse, bei denen sie zum Einsatz kommen, kommt dabei eine hohe Bedeutung zu. Nur durch geeignete Partnerschaften zwischen Ländern und Kontinenten können Quellen erneuerbarer Energie zur überregionalen Defossilisierung beitragen und ein einheitliches Bildung- und Wohlstandsniveau erreicht werden.
Zielsetzung
In dem Forschungsprojekt DryHy werden Technologien und Prozesse entwickelt, um eine ressourcenbewusste, nachhaltige und effiziente Energie- und Stoffwirtschaft zu ermöglichen. Dabei soll relevantes Wissen erworben und verbreitet sowie eine Energie- und Forschungspartnerschaft zwischen Deutschland und Afrika gestärkt werden.
Im Vordergrund steht die Erzeugung von Wasserstoff und Synthesegasen mittels einer Hochtemperaturelektrolyse (SOEC), die mittels erneuerbarer Energien (z.B. Sonnenenergie) angetrieben werden kann. Die Ausgangsstoffe Kohlenstoffdioxid und Wasser, die für die Erzeugung von Wasserstoff und Synthesegasen erforderlich sind, werden mittels einer Direct Air Capture (DAC) Anlage aus der Luft gewonnen. Dadurch wird ein Betrieb der Elektrolyse in trockenen, sonnenreichen Regionen ermöglicht, der die Trinkwasserressourcen schont. Der Elektrolyse nachgelagert wird des Weiteren eine Methanolsynthese betrachtet, um die Prozessroute für e-Fuels zu öffnen. Dadurch werden Wasserstoff und Methanol für die lokale Nutzung wie auch für den überregionalen Transport zur Verfügung gestellt.
Am IET-1 werden die beiden Teilprozesse DAC und SOEC im Detail betrachtet. Das umfasst sowohl die Modellierung, als auch gegen Ende der ersten Projektphase die experimentelle Untersuchung der beiden der Teilprozesse. Darüber hinaus koordiniert das IET-1 das Gesamtprojekt und entwickelt die optimalen Energie- und Stoffintegration der drei Teilprozesse.
