ESDE auf der ISC High Performance 2026
Highlights der ISC High Performance 2026, darunter Eindrücke von der Fachausstellung und dem JUPITER-Stand.
Copyright: Konstantin Rushchanskii
Konstantin Rushchanskii und Enxhi Kreshpa von der Earth System Data Exploration (ESDE)-Gruppe nahmen an der ISC High Performance 2026 teil, die vom 21. bis 25. Juni in Hamburg stattfand. Als eine der weltweit führenden Konferenzen zum Thema Hochleistungsrechnen (HPC) bringt die ISC Forscher, Technologieentwickler und Industriepartner zusammen, um die neuesten Fortschritte in den Bereichen Supercomputing, künstliche Intelligenz und datenintensive Wissenschaft zu erörtern.
Enxhi nahm an der Konferenz teil, um das breit gefächerte wissenschaftliche Programm kennenzulernen und Kontakte zur internationalen HPC-Community zu knüpfen. Konstantin war am JUPITER-Messestand vertreten, wo er Blablador vorstellte und außerdem das WeatherAI Lab vorführte.
Die ISC High Performance war riesig und in ihrem Umfang spannend. Die Konferenz deckte ein vielfältiges Themenfeld ab, das alle mit Supercomputing oder Anwendungen, die auf Supercomputern laufen, in Verbindung stand, was sie zu einer horizonterweiternden und inspirierenden Erfahrung machte. Sie bot zudem ein tieferes Verständnis für die Hardware-Fähigkeiten hinter den Systemen, die wir für das tägliche Training und die Inferenz nutzen. Einer meiner Höhepunkte war der Austausch mit anderen HPC-Praktikern mit wissenschaftlichem und ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund
Blablador ist ein am Forschungszentrum Jülich entwickelter Dienst, der Forschern über eine authentifizierte Webschnittstelle oder eine mit der OpenAI Python API kompatible REST-API kostenlosen, datenschutzkonformen Zugriff auf große Sprachmodelle (LLMs) bietet. Der Dienst hostet in erster Linie modernste Open-Weight-Modelle, stellt den Nutzern aber auch ausgewählte, intern entwickelte Modelle zur Verfügung.
Neben Blablador demonstrierte Konstantin das WeatherAI Lab, einen interaktiven, auf maschinellem Lernen basierenden Wettervorhersage-Demonstrator, der von der ESDE-Gruppe unter Verwendung von NVIDIA-Software entwickelt wurde. Damit können Nutzer untersuchen, wie sich Veränderungen der atmosphärischen Bedingungen, wie beispielsweise der mittlere Luftdruck auf Meereshöhe, die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit, auf die Wettervorhersagen für die folgenden Tage auswirken. Die Besucher erhielten zudem einen Einblick in zukünftige Pläne zur Integration des WeatherAI Lab mit JARVIS, einer in Kürze erscheinenden Inferenz-Cloud-Plattform, die die JUPITER AI Factory (JAIF) unterstützen wird. Diese Integration verdeutlicht, wie KI-gestützte Wetteranwendungen auf einer HPC-Infrastruktur der nächsten Generation eingesetzt werden könnten.
Über die Präsentation dieser Technologien hinaus bot die ISC High Performance 2026 eine hervorragende Gelegenheit, Ideen mit der internationalen HPC-Community auszutauschen, neue Entwicklungen in den Bereichen KI und Supercomputing zu entdecken und die Verbindungen zwischen wissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen zu stärken. Die Konferenz hob die wachsende Rolle der KI im HPC hervor und bot wertvolle Einblicke in die Technologien, die die nächste Generation der Erdsystemwissenschaften prägen werden.