International

EURAD

European Joint Programme on Radioactive Waste Management

Laufzeit

Januar 2019 bis Mai 2024

Kontaktperson

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Prof. Dirk Bosbach

Gebäude 05.3 / Raum R 290

+49 2461/61-5869

E-Mail

Das European Joint Programme on Radioactive Waste Management (EURAD) stellte mit einem nachhaltigen Wissenschafts- und Technologieprogramm eine neue Qualität in der europäischen Zusammenarbeit hinsichtlich der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle dar. Im Mittelpunkt von EURAD standen Aktivitäten von gemeinsamem Interesse für europäische Abfallentsorgungsorganisationen (WMOs), technische Unterstützungsorganisationen (TSOs) und Forschungseinrichtungen (REs). Ziel von EURAD war die Generierung und das Management von Wissen, um die EU-Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Richtlinie 2011/70/Euratom (Abfallrichtlinie) zu unterstützen, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Fortschritte der nationalen Entsorgungsprogramme der Mitgliedstaaten. Das EURAD-Arbeitsprogramm umfasste zehn Arbeitspakete im Bereich Forschung, Entwicklung und Demonstration sowie zwei strategische Studien. Das IFN-2 war an mehreren dieser Arbeitspaketen beteiligt und befasste sich insbesondere mit dem Migrationsverhalten von Radionukliden und der chemischen Entwicklung des Multibarrierensystems.

Das Arbeitspaket FUTURE zielte auf ein quantitatives, mechanistisches Verständnis der Radionuklidretention in realen heterogenen Ton- und Kristallingesteinen und die Quantifizierung des Einflusses wesentlicher Systemparameter ab. Das Arbeitspaket CORI fokussierte auf ein besseres Verständnis der Rolle sowohl natürlich vorkommender als auch durch die Abfälle eingebrachter organischer Stoffe und ihres Einflusses auf die Radionuklidmigration in zementbasierten Systemen. Das Arbeitspaket ACED konzentrierte sich auf die Entwicklung eines multiprozess- und multiskaligen Modellierungs-Workflows zur Bewertung der chemischen Entwicklung an verschiedenen Materialgrenzflächen sowie thermischer, hydraulischer und/oder chemischer Gradienten, von der Mikroskala bis zur Skala der Einlagerungskammern für mittel- und hochradioaktive Abfälle. Das Arbeitspaket MAGIC zielte auf eine Quantifizierung der chemisch-mechanischen Entwicklung zementbasierter Materialien unter den im Endlager zu erwartenden chemischen Degradationsprozessen ab, um durch Verringerung von Unsicherheiten hinsichtlich der Eingabedaten und Schlüsselprozesse das Vertrauen in entsprechende Simulationen zu erhöhen. Die Schwerpunkte des Arbeitspakets DONUT lagen auf der Entwicklung und Verbesserung numerischer Methoden und Werkzeuge zur effizienteren Modellierung gekoppelter thermo-hydro-mechanisch-chemischer (THMC) Prozesse in Zeit und Raum, um so zu einem besseren Verständnis der Hochskalierung von THMC-Modellierungen beizutragen.