Safeguards bezeichnen technische Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, mit denen die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sowie die Europäische Kommission (Generaldirektion Energie, Euratom) im Einklang mit dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) überprüfen, ob Kernenergieprogramme der Mitgliedstaaten ausschließlich für friedliche Zwecke genutzt werden. Um die Überwachungsmaßnahmen effizient und wirksam umzusetzen, müssen IAEO und Euratom über modernste Instrumente, Techniken, Methoden und Fachkenntnisse verfügen.
Deutschland unterstützt die IAEO und Euratom im Rahmen verschiedener nationaler Förderprogramme in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Training und Consulting. Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUKN) obliegt dem IFN-2 die wissenschaftliche Koordination des deutschen Unterstützungsprogramms für die IAEO, das in der Regel etwa 25 gemeinsame Projekte umfasst. In diesem Zusammenhang führt das IFN-2 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den folgenden Bereichen durch: nukleare Referenzpartikel und Analytik, Analyse geospatiale Informationen, mathematische Modelle und quantitative Methoden, Einschluss- und Überwachungssysteme sowie Konzepte zur Verifikation von Kernmaterial.
Auch Lehrveranstaltungen und Trainings gehören zum Portfolio des IFN-2, hierzu zählt unter anderem die Mitwirkung am Masterstudiengang „Specializing Safeguards“ am Politecnico di Milano in Italien.
Diese Aktivitäten werden durch die aktive Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien und Organisationen, wie der European Safeguards Research and Development Association (ESARDA) und dem Institute of Nuclear Materials Management (INMM), unterstützt.
Die Themen werden in zwei Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten bearbeitet:
Die Arbeiten gliedern sich in zwei Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten:
Konzepte, Methoden und Techniken
Im Rahmen der internationalen Kernmaterialüberwachung werden am IFN-2 innovative Konzepte, Methoden und neue Technologien entwickelt, die dazu beitragen, die Verlässlichkeit und Effizienz bestehender Verifikationsmaßnahmen in kerntechnischen Anlagen zu verbessern. Darüber hinaus werden technologische Grundlagen und relevante Mechanismen zur Verifikation nuklearer Abrüstung erforscht.
Nukleare Referenzmaterialien und Analytik
Das IFN-2 leistet seit 2012 einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Bereitstellung von mikropartikulären Referenzmaterialien für die Qualitätssicherung analytischer Messmethoden der IAEO und deren Netzwerk analytischer Laboratorien (NWAL).
Kontakt
- Institute of Fusion Energy and Nuclear Waste Management (IFN)
- Nukleare Entsorgung (IFN-2)
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