Reaktorsicherheit

Die Abteilung Reaktorsicherheit entwickelt wissenschaftliche Methoden für die Beantwortung von Sicherheitsfragen zu Kernkraftwerken, die in Europa betrieben bzw. geplant werden. Neben der Betrachtung derzeit laufende Anlagen (wassergekühlte Druckwasserreaktoren) rücken dabei zunehmend auch sogenannte kleine Modularreaktoren (Small Modular Reactors) in den Fokus, die in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewinnen und in verschiedenen Neubauvorhaben in europäischen Nachbarländern projektiert werden. Der Ausbau unserer wissenschaftlichen Expertise in Störfallphänomenologie sowie der Entwicklung und Anwendung von Simulationswerkzeugen erfolgt dabei in enger Verzahnung von experimenteller Forschung und Modellentwicklung und ist in internationale Netzwerke und Kooperationen eingebunden.

Inhaltlich fokussieren wir unsere Arbeiten auf Prozesse und Phänomene innerhalb des Sicherheitsbehälters, die maßgeblich für die Auswirkungen eines Reaktorunfalls sind. Im Team Thermofluiddynamik und Systemanalyse entwickeln wir dafür Rechenmethoden, die es uns ermöglichen, den Ablauf eines schweren Störfalls zu simulieren. Wir sind damit z.B. in der Lage zu bewerten, ob die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen ausreichend sind. Zur Absicherung der dabei verwendeten Teilmodelle werden im Team Wasserstoff und Aerosolverhalten Experimente durchgeführt, die eine Validierung der entwickelten Modelle ermöglichen. Konkret werden die zum Teil großskaligen Versuchsanlagen dazu verwendet, das Verhalten von Aerosolen, Phänomene der Wandkondensation sowie das Betriebsverhalten katalytischer Rekombinatoren unter bisher noch nicht betrachteten Randbedingungen zu untersuchen.

Die Arbeiten gliedern sich in zwei Teams mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

Kontakt


  • Institute of Fusion Energy and Nuclear Waste Management (IFN)
  • Nukleare Entsorgung (IFN-2)
Gebäude 14.14 /
Raum 3019
+49 2461/61-5530
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Letzte Änderung: 01.06.2026