National

PARFREI

Forschungsprojekt zur Ableitung von Parametern der Freisetzung, Sorption und Löslichkeit von Radionukliden

Laufzeit

September 2023 bis Februar 2025

Kontaktperson

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Prof. Dirk Bosbach

Gebäude 05.3 / Raum R 290

+49 2461/61-5869

E-Mail

Das Standortauswahlverfahren für ein tiefengeologisches Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland gemäß Standortauswahlgesetz (StandAG) ist ein wissenschaftsbasiertes, iteratives Verfahren. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) ist Vorhabenträgerin für das Verfahren, welches in einer stufenweise Vorgehensweise realisiert wird. Mit der Ermittlung von Standortregionen wird erstmalig die Durchführung vorläufiger Sicherheitsuntersuchungen (vSU) erforderlich. Im Schritt 2 der Phase 1 des Standortauswahlverfahrens erfolgen repräsentative vorläufige Sicherheitsuntersuchungen (rvSU). Eine besondere Herausforderung besteht dabei in der sachgerechten Beschreibung der Radionuklidausbreitung in den Endlagersystemen. Neben Prozessen wie Advektion, Diffusion, Sorption und radioaktivem Zerfall sind hier insbesondere auch die Degradation der Abfallformen verbunden mit der Auflösung und Ausfällung von Radionukliden relevant.

Die im Rahmen von PARFREI durchgeführten Forschungsarbeiten lieferten quantitative Daten zu Freisetzung, Löslichkeit und Sorption von Radionukliden als Eingangsgrößen für die rvSU. PARFREI wurde gemeinsam vom Institut für nukleare Entsorgung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT-INE), dem Institut für Ressourcenökologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und dem Institute of Fusion Energie and Nuclear Waste Management (IFN-2) des Forschungszentrums Jülich (FZJ) durchgeführt. Auf Grundlage von Einschätzungen zu den hydrogeochemischen Milieubedingungen in den verschiedenen Standortregionen liefert PARFREI umfassende Parameterlisten zur Quantifizierung der potentiellen Radionuklidmobilität und erörtert das verfügbare Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse, wobei auch der internationale Stand der Wissenschaft und Technik kritisch reflektiert wird.