ÜBER
Die Kernfusion gilt als eine der vielversprechendsten Energiequellen der Zukunft und kann langfristig einen bedeutenden Beitrag zur sicheren und nachhaltigen Energieversorgung leisten. Seit mehreren Jahrzehnten wird weltweit intensiv an dieser Technologie geforscht. Aktuell rückt die konkrete Umsetzung näher: In Deutschland ist der Bau eines ersten Fusionskraftwerks geplant. Mit dem Übergang von der Forschung hin zur praktischen Anwendung ergeben sich zahlreiche neue Fragestellungen und Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die sichere Inbetriebnahme und den zuverlässigen Betrieb solcher Anlagen sowie dessen Brennstoffkreislaufs, einschließlich Entsorgung.
Am Institut IFN wird hierzu derzeit ein gezieltes Forschungsprogramm entwickelt, das darauf abzielt, vorhandenes Know-how aus der Kerntechnik (IFN-2) im Rahmen des HGF NUSAFE Programms auf Fusionsanlagen (IFN-1, HGF Programm Fusion) zu übertragen. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Betriebssicherheit von Fusionsanlagen sowie Strategien zur Minimierung radioaktiver Abfälle aus dem Fusionsbetrieb, beispielsweise durch Recycling und Freigabekonzepte (link Eurofusion, https://euro-fusion.org/). Ebenso werden Fragestellungen an Safeguards Maßnahmen (link Team Aymanns) unter Berücksichtigung der Anforderungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) untersucht. Ergänzt wird dies durch grundlegende Materialforschung, insbesondere im Hinblick auf Strahlenschäden (link Team Murphy) und deren Auswirkungen auf die Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Komponenten (erste Wand, link Fusion). Mit diesen Arbeiten leistet das IFN einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung zukünftiger Fusionskraftwerke und zur Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung.



