ÜBER
In Deutschland ist hochradioaktiver Abfall insbesondere durch den Betrieb von Kernkraftwerken entstanden. Er umfasst ca. 10000 Tonnen bestrahlter Brennelemente sowie verglaster hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitung von 7000 Tonnen Kernbrennstoff. Der gesetzlich festgelegte Entsorgungsweg für diese Abfälle ist die Endlagerung in tiefengeologischen Formationen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, das Langzeitverhalten der hochradioaktiven Abfälle – insbesondere im möglichen Kontakt mit Grundwasser – verlässlich zu verstehen. Ziel ist es, bestehende Unsicherheiten zu reduzieren, konservative Annahmen in Sicherheitsanalysen gezielt abzubauen und das Vertrauen in die zugrunde liegenden Systemmodelle zu stärken. Die Zeiträume bis zur Inbetriebnahme und zum endgültigen Verschluss eines Endlagers sind sehr lang. Daher ist es entscheidend, auch das Verhalten der Abfälle während der Langzeit Zwischenlagerung zu untersuchen. Ein besonderer Fokus liegt im IFN-2 auf experimentellen Untersuchungen zu bestrahlten Mischoxid-Brennstoffen (MOX).
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Institut mit folgenden zentralen Themen:
-Durchführung von Heißzellenexperimenten zur Untersuchung der Korrosion von abgebrannten MOX-Brennstoffen unter endlagerrelevanten Bedingungen
- Experimentelle Studien zum Endlagerverhalten von verglasten hochradioaktiven Abfällen unter Endlager relevanten Bedingungen
- Einzeleffektstudien an vereinfachten Modellsystemen sowie alternativen Entsorgungsoptionen




