ÜBER
Im Rahmen der internationalen Kernmaterialüberwachung (Engl.: nuclear safeguards) kommen technische Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen zum Einsatz, mit denen die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sowie die Europäische Kommission (Generaldirektion Energie, Euratom) sicherstellen, dass Kernenergieprogramme in den Mitgliedstaaten ausschließlich für friedliche Zwecke genutzt werden.
Die zunehmende technologische Dynamik, einschließlich Künstlicher Intelligenz und neuer Messverfahren, erfordert die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung des Verifikationssystems zur Überwachung von Kernmaterial. Im Fokus steht hierbei die Steigerung der Effizienz und Effektivität der Überwachung sowie die Entwicklung innovativer Safeguards-Techniken, um der zunehmenden technischen Komplexität gerecht zu werden.
In diesem Zusammenhang konzentrieren sich Wissenschaftler am IFN-2 zum einen auf Safeguards-relevante Fragestellungen zur verlängerten Zwischenlagerzeiten und zur Endlagerung von Kernmaterial, um die Langzeitintegrität der Überwachung sicherzustellen und zum anderen auf die Entwicklung innovativer Referenzmaterialien, um nicht deklarierte Materialien und Aktivitäten aufzudecken.
Parallel werden neue technische und methodische Ansätze erforscht und erprobt, um nicht-invasive, kontinuierliche und effizientere Kontrollmöglichkeiten zu schaffen, die zur Aussagekraft bestehender Verfahren beitragen.


