Kompetenzentwicklung für die nukleare Sicherheit

ÜBER

Nukleare Sicherheit bleibt auch nach dem Ausstieg aus der Kernenergie eine dauerhafte Aufgabe. Rückbau, Entsorgung radioaktiver Abfälle, Strahlenschutz und Notfallvorsorge erfordern langfristig hochqualifizierte Fachkräfte. Unser Institut leistet dazu einen zentralen Beitrag: Wir gewährleisten die systematische Bewahrung, Weitergabe und Weiterentwicklung von Wissen über Generationen hinweg und stärken die internationale Vernetzung Deutschlands.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IFN-2 lehren regelmäßig an Hochschulen (insb. RWTH Aachen, FH Aachen, Univ. Bonn, FU Berlin). In Vorlesungen und Seminaren vermitteln wir praxisnahes Wissen und aktuelle Forschungsergebnisse zu verschiedenen Themen der Kerntechnik. Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erwerben grundlegende Kenntnisse und arbeiten gleichzeitig an aktuellen Fragestellungen der Entsorgung radioaktiver Abfälle, der Reaktorsicherheit und der Kernmaterialüberwachung. Damit fördern wir frühzeitig qualifizierten Nachwuchs für sicherheitsrelevante Aufgaben.

Kompetenz in der nuklearen Sicherheit entsteht im internationalen Dialog. Wir bringen unsere Expertise aktiv in internationale Ausbildungs- und Fachformate ein, z.B:

  • Mitgliedschaft im European Nuclear Education Network (ENEN)
  • Fachliche Beiträge zu Ausbildungsprogrammen der OECD Nuclear Energy Agency im Rahmen von Nuclear Education Skills and Training NEST
  • Beteiligung an internationalen Kursen des International Atomic Energy Agency – International Centre for Theoretical Physics (ICTP)

Die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ist ein integraler Bestandteil dieses Ansatzes; in den vergangenen zehn Jahren wurden mehr als 30 Doktorandinnen und Doktoranden am IFN-2 ausgebildet. Die Doktorandinnen und Doktoranden bearbeiten interdisziplinäre Fragestellungen zu Endlagersystemen, Kernmaterialien und Sicherheitsanalysen. Ergänzt wird dies durch die Beteiligung am TRANSFER-Projekt, einer durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) geförderten Initiative, durch die ein strukturiertes Promotionsprogramm im Bereich der Endlagerforschung eingerichtet wird. Das Programm wird in Zusammenarbeit zwischen Helmholtz-Zentren und deutschen Universitäten durchgeführt und vermittelt interdisziplinäre Kompetenzen in der Entsorgung radioaktiver Abfälle sowie der Langzeitsicherheitsbewertung, und stärkt zugleich die Vernetzung zwischen Forschungseinrichtungen und relevanten Akteuren im Bereich der nuklearen Entsorgung und Sicherheit.

Die Entwicklung von Fachkompetenz umfasst zudem frühe Ausbildungsphasen. Jährlich erhalten Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Praktika Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit. Zudem werden etwa sechs Bachelor- und Masterstudierende pro Jahr betreut und aktiv in Forschungsprojekte eingebunden, wodurch ein früher Zugang zum Fachgebiet sowie die gezielte Nachwuchsgewinnung unterstützt werden.

Durch die Verbindung von Ausbildung, Forschung und institutioneller Zusammenarbeit, sowie durch die Einbindung in nationale und internationale wissenschaftliche Netzwerke, trägt das IFN-2 zur Entwicklung von Fachkompetenz für die verantwortungsvolle Bewertung und den langfristigen Umgang mit kerntechnischen Anlagen bei, und leistet einen Beitrag zur langfristigen Sicherstellung von Expertise auch über die Betriebsphase kerntechnischer Anlagen hinaus

BEARBEITET DURCH

KONTAKT


  • Institute of Fusion Energy and Nuclear Waste Management (IFN)
  • Nukleare Entsorgung (IFN-2)
Gebäude 05.3 /
Raum R 284
+49 2461/61-6468
E-Mail

Letzte Änderung: 08.05.2026