National

Das Programm NUSAFE

Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung

Laufzeit

Januar 2021 bis Dezember 2027

Kontaktperson

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Prof. Dirk Bosbach

Gebäude 05.3 / Raum R 290

+49 2461/61-5869

E-Mail
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Dr. Ernst-Arndt Reinecke

Gebäude 14.14 / Raum 3019

+49 2461/61-5530

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Die Stromerzeugung aus Kernenergie wurde 2023 in Deutschland beendet. Die radioaktiven Abfälle müssen sicher entsorgt werden. Erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wird die Entscheidung für einen Endlager-Standort für hoch-radioaktive Abfälle getroffen. Bis dahin müssen diese Abfälle zwischengelagert werden. Gleichzeitig wird der zukünftige Energiemix in Europa langfristig Kernenergie enthalten.

Die Mission des Helmholtz-Programms „Nukleare Entsorgung, Sicherheit und Strahlenforschung (NUSAFE)“ ist Sicherheit. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeln Jülicher Wissenschaftler:innen in einem abgestimmten Forschungsprogramm hierzu Lösungen.

Die Jülicher Beiträge sind auf Aspekte der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle und den sicheren Betrieb kerntechnischer Anlagen im (europäischen) Ausland fokussiert. Zudem unterstützt das NUSAFE Programm die Bemühungen der Bundesregierung zu einer nachhaltigen Kompetenzentwicklung in der nuklearen Sicherheit.

Das Programm gliedert sich in zwei Topics.

Im Topic "Nukleare Entsorgung" wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung für die sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle betrieben. Schwerpunkte sind die Endlagerforschung mit Fokus auf Langzeitsicherheitsaspekten, Entsorgungskonzepte für radioaktive Sonderabfälle sowie internationale Kernmaterialüberwachung (Safeguards).

Im Topic "Reaktorsicherheit" werden Hintergrundwisen und Rechenprogramme, die erforderlich sind, um die Sicherheit von Kernreaktoren zu erhöhen, entwickelt. Das Kompetenzspektrum umfasst sowohl die Analyse schwerer Unfallabläufe und die Weiterentwicklung von Sicherheitskonzepten für kerntechnische Anlagen als auch die sicherheitstechnische Bewertung innovativer Reaktordesigns, darunter kleine modulare Reaktoren und gasgekühlte Konzepte.