National

TRANSFER

Training and Research Academy for Nuclear Safety and Future Expertise on Geological Repository Systems

Laufzeit

April 2026 bis März 2029

Kontaktperson

contact

Prof. Dirk Bosbach

Gebäude 05.3 / Raum R 290

+49 2461/61-5869

E-Mail

Dr Jenna Poonoosamy

Gebäude 05.3 / Raum R 284

+49 2461/61-6468

E-Mail

Der Erhalt von Kompetenzen und die kontinuierliche Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind von entscheidender Bedeutung für Projekte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken, wie die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Das interdisziplinäre Graduiertenkolleg TRANSFER, das gemeinsam von fünf Helmholtz-Zentren und fünf Universitäten organisiert wird, hat sich dieser Aufgabe verschrieben und bietet Doktoranden die Möglichkeit, im Rahmen komplementärer Projekte Aspekte der tiefengeologischen Endlagerung zu erforschen. TRANSFER integriert verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und qualifiziert die nächste Generation von Wissenschaftlern für Aufgaben in Wissenschaft, Industrie, Aufsichtsbehörden und Politik im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle und darüber hinaus. TRANSFER wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) gefördert und vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung koordiniert.

Der Fokus von TRANSFER liegt auf der Untersuchung der Eignung von Tongesteinsformationen als Wirtsgestein für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle, unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen räumlicher und zeitlicher Heterogenitäten auf die Migration und Rückhaltung von Radionukliden. Opalinuston aus Süddeutschland dient hierbei als Referenzmaterial, um Erkenntnisse aus früheren Schweizer Studien übertragen und in einen breiteren geologischen Kontext stellen zu können. Anschließend sollen die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Tongesteinsformationen, z. B. im Norddeutschen Becken, transferiert werden. Ziel des Promotionsprojekts am IFN-2 ist es, mittels Kombination von Experimenten und Simulationen ein umfassendes Verständnis der Rückhaltung der Radionuklide 226Ra und 90Sr in heterogenen, karbonathaltigen Tonsteinen zu erlangen und die Konkurrenz zwischen Sorptions- und Kopräzipitationsprozessen sowie die Reversibilität dieser Prozesse aufzuklären. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Verbesserung von Prozessmodellen für die skalenübergreifende Beschreibung und Simulation der Radionuklidmigration in tiefengeologischen Endlagersystemen beitragen.