National

VeSPoTec

Verifikation in einer komplexen und unvorhersehbaren Welt: Soziale, politische und technische Prozesse

Laufzeit

April 2026 bis März 2028

Kontaktperson

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Dr. Kim Westerich-Fellner

Gebäude 05.3 / Raum 375

+49 2461/61-6465

E-Mail
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Dr Neslihan Yanikömer

Postdoctoral Researcher

Gebäude 05.3 / Raum 375

+49 2461/61-6465

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Das Forschungskonsortium „VeSPoTec“ („Verifikation in einer komplexen und unvorhersehbaren Welt: Soziale, politische und technische Prozesse “) untersucht die Verifikation der Einhaltung nuklearer Abrüstungs- und Nichtverbreitungsverpflichtungen durch Staaten. Ein zentrales Merkmal des Forschungskonsortiums ist sein integrierter interdisziplinärer Ansatz: VeSPoTec verbindet technische und sozialwissenschaftliche Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung und schlägt damit eine Brücke zwischen unterschiedlichen Wissensbereichen der Verifikationsforschung.

In der ersten Förderphase (April 2022 bis März 2026) analysierte VeSPoTec bestehende Verifikationsregime im nuklearen Bereich und entwickelte in engem Austausch mit Praktiker:innen Perspektiven für zukünftige Verifikationsszenarien. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die zugrunde liegenden Informationsgrundlagen sowie die Methoden zu deren Bewertung. Darüber hinaus untersuchte das Konsortium die Rolle der Verifikation beim Aufbau von Vertrauen zwischen Staaten, unter anderem durch praktische Verifikationsübungen. Dabei kristallisierten sich drei zentrale Querschnittsthemen heraus: Sicherungsmaßnahmen (Safeguards) unter Krisenbedingungen, die Verlässlichkeit von Verifikationswissen in einer multiplen Weltordnung sowie die Voraussetzungen für eine irreversible nukleare Abrüstung.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen ist die zweite Förderphase mit dem Titel „Knowing in the Nuclear Weapons World“ (April 2026 bis März 2028) auf den strategischen Aufbau eines international sichtbaren Verifikations-Hubs ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die politischen, epistemologischen, technischen und strategischen Prozesse, die nukleare Verifikation prägen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei zwei Schwerpunktbereichen: der Neuausrichtung nuklearer Verifikation im Kontext zunehmender geopolitischer Fragmentierung und des Zerfalls etablierter Rüstungskontrollstrukturen (1) sowie der Rolle künstlicher Intelligenz und neuer Technologien in Verifikationsprozessen (2). Ziel ist der Aufbau eines internationalen Forschungsnetzwerks und Beratungszentrums - des VeSPoTec Hub -, das Expertise bündelt und in politikrelevante Beratung sowie Ausbildungsangebote für Nachwuchswissenschaftler:innen überführt.